Ich wollte das Wochenende am Sonntag Abend mit dem noch halbwegs frisch in der Videothek stehenden "The Hills Have Eyes" abrunden. Der Videothekenmann - von dem ich bis dato viel hielt - meinte, der Film sei - laut vielen Meinungen - schockender als High Tension und eben für einen Freund des Horror/Splatter Genres unverzichtbar. Er selbst habe ihn aber noch nicht gesehen.
Eins Vorweg: Ich hab das Original nie gesehen und werde es auch niemals tun!
Das Cover gefiel mir dann auch ganz gut, die Beschreibung eben typisch Mutanten-Film; "länger als die Kino-Fassung", "uncut - USA-Fassung", sowie die eigentlich positive Gesamtbewertung auf der OFDB (ist ja recht viel für einen Splatter-Film), sprachen ja nur für The Hills Have Eyes.
Der Film startete ganz nett, eben typisch für solche Filme (der Anfang erinnerte dann auch ein bisschen an Wrong Turn, ist ja ne ähnliche Thematik, eben Mutation durch was auch immer). Jedoch schon beim "zerissenen" Tankstellen-Mann, der ja niemandem mehr etwas antun möchte - es aber trotzdem noch tut - obwohl es ihn ja soooo sehr quält, kam etwas Frust in mir auf. Das er die nette Familie dann auch noch in die Todesfalle schickt, obwohl er in einem quasi-Monolog andeutete damit auf zuhören, kam recht unpassend rüber. Naja soweit so gut, wenn dann nach den ersten 30 min, in der man die Familie kennen lernt - und wenn man eben ein Familien Mensch ist - die Familie auch etwas zu schätzen weiss (trotz der schwachen emotionalen Schiene), die Action anfängt.
Das geht dann mit der typischen Autopanne los. Mal wieder platzen Reifen (keinen wundert's, dass es alle auf einmal sind) und die zwei Männer gehen los und "checken die Lage".
Dass der leicht raue, aber zu liebende Ex-Polizist, dann als Erster von den Mutanten geschnappt wird und der arme Tankwart, das "Opfer", Selbstmord begeht ist genauso vorherzusehen, wie dass die Mutanten in der Nacht angreifen.
So genug gespoilt, denn ab da hörts dann aber schon auf, mit dem bisher gering Positiven und es kommen die Kritikpunkte.
Ich weiss nicht auf wessen Idee das beruht und ob es schon in der Original Vorlage o. wie auch immer so war... aber ich frag mich, wie man sich eine Szene ausdenken kann, in der ein etwa 16-jähriges Mädchenvon Mutanten vergewaltigt wird.
Das ist mit Abstand das Schlimmste, was ich je gesehen habe, und ich mein das garantiert nicht im positiven Sinne.
Das hat einfach nichts mehr mit "Ouuu klasse Schocker" zu tun, sondern ist pervers und widert einfach an.
Versteht mich nicht falsch, ich habe schon viele Filme gesehen in denen sich krasse Szenen anspielten (auch außerhalb des Horror-Genres), aber sowas geht nicht in Ordnung. Mir hat es den Magen sprichwörtlich umgedreht... und gut, auch wenn man Vergewaltigungsszenen fast gewohnt ist , nicht bei Minderjährigen.
Der Rest vom Film ist dann wieder genretypisch. Mutanten sind sehr viel stärker (obwohl sie keine sichtbaren Muskelstränge haben), überleben auch die stärksten Angriffe und zum Schluss gibts immer wieder noch mal welche.
Dieser Film ist einfach unterstes Niveau, er ist Abschaum, Dreck. Ich hoffe nicht, dass solche Filme in Zukunft häufig zu sehen sind und so publiziert werden, wie dieser. Underground-Movies die einfach nur stupide sind, gibt es immer - aber keine Kinofilme dieses Kalibers.
Lasst diesen Film niemals von euren Kindern ansehen (1/10 Punkte).