„The Hills Have Eyes“ ist das Remake des gleichnamigen Wes Craven-Klassikers von 1977. Wes Craven ist bei dem Remake als Produzent tätig und lässt nun den jungen Franzosen Alexandre Aya auf den Regiestuhl. Einen Namen machte sich der 26jährige mit seinem Film „Haute Tension“ (2003), der vor allem durch seine Atmosphäre, Härte und einen radikalen Lichteinsatz auffiel. In seinem ersten nicht-französischen Film, der zugleich sein Hollywood-Debut darstellt, bleibt er seinem Stil treu:
Die Geschichte
Es beginnt alles wie in dem Original von Wes Craven: Eine Familie macht auf ihrem Weg nach Kalifornien an einer heruntergekommenen Tankstelle mitten in der Wüste Halt. Der dort arbeitende Tankwart zeigt ihnen eine Abkürzung, die sie fernab aller Zivilisation führt. Als eine Panne ihre Reise unterbricht, sind sie in grenzenloser Einöde auf sich allein gestellt. Doch die zerplatzten Reifen waren kein Zufall und wirklich alleine sind sie auch nicht.
Orgie aus Blut und Dreck
Bis dahin ähnelt Ayas Version sehr stark dem Original von „Scream“-Regisseur Wes Craven. Auch wenn der junge Regisseur den Film mit einer von ihm gewohnten Härte und Radikalität beginnt, die sich von Cravens nihilistischeren Machart unterscheidet. Richtig entfalten und seine eigenen Ideen umsetzen, kann Aya erst im letzten Drittel des Films. Dort löst er sich von Wes Cravens Vorlage und gewinnt dadurch schnell an Geschwindigkeit. Dann nämlich, als der pazifistische Protagonist des Remakes zur Waffe greift, öffnet auch Aya die Trickkiste und entfacht eine schnell geschnittene, böse ironische Orgie aus Blut, Schweiß, Tränen und Dreck. Diese Orgie wirkt durch die zusätzlich in den Film integrierten Szenen in der Unrated-Fassung noch drastischer.
Fazit:
Gelungenes Remake, das stetig das Tempo anzieht und sogar das Original übertrifft. Einziges Manko: Das Ende könnte hoffnungsloser und radikaler ausfallen. Trotzdem (8/10)