Richtig deftiges Remake des gleichnahmigen Horrorfilms von 1977, wo damals Wes Craven Regie führte. Hier ist er als ausführender Produzent tätig. Regieneuling Alexandre Aja lieferte mit dem sehr blutigen "High Tension " ein tolles Regiedebut ab und auch bei " The Hills have Eyes " macht er seinem guten Ruf alle Ehre und ich hoffe, dass von ihm auch in Zukunft noch mehr aus diesem Genre zu sehen sein wird. Auch am Drehbuch arbeitete er mit. Das Budget war recht hoch angesetzt und floss vor allem in die Kulisse. Unterstützt von 20th Century Fox lief der Film im Kino in der R-Rated Fassung, doch nun kommt der Zuschauer in den Genuss der Unrated Fassung, welche zu meinem Erstaunen sogar die KJ Freigabe bekommen hat.
Story:
In New Mexico, auf einem ehemaligen Atomtestgelände beginnt für Familie Carter ein Alptraum. Mitten in der Einöde haben sie einen Unfall. Vater Bob ( Ted Levine ) läuft los um Hilfe zu holen, kehrt jedoch nicht wieder zurück. Auch einer der beiden Hunde wird grausam getötet und bald greift eine Gruppe von Mutanten die Familie an und entführen zudem das Baby der Carters. Nicht alle überleben diesen Anschlag, doch der Rest der Familie bereitet sich nun auf einen blutigen Überlebenskampf vor.
Heutzutage sind solche Horrorfilme sehr rar gesäht, da kann man auch über die Tatsache hinweg sehen, dass man schon wieder ein Remake serviert bekommt, aber Eins mit richtig Schmackes. Die Story hält sich sehr eng an das Original, nur die sozialkritischen Aspekte gehen etwas unter. Bis es richtig losgeht muss sich der Zuschauer jedoch gedulden, daher kommt die erste Hälfte ein bisschen zäh daher. Aber die Zweite entschädigt dann für alles.
Aja hat alles aus der tristen und dreckigen Kulisse herausgeholt und präsentiert die Einöde sehr unheimlich und mit tollen Panoramabildern. Vor allem der runde Krater mit den vielen Autos ist eine Wucht und auch sonst achtet man auf das kleinste Detail, welches zur Spannung beitragen könnte. Ein weiteres Plus ist, dass man komplett auf den Einsatz von Wackelkamera verzichtet. Der Score geht auf der einen Seite richtig in die Magengrube, auf der anderen Seite werden ruhige Countrysongs gespielt, zumindest im Vorspann und im Abspann.
Das Thema mit den Atomtests wird immer nur kurz angerissen, eigentlich wird die komplette Story schon während des Abspanns mit verstörenden Bildern von Missbildungen dargestellt und auch während des Film wird nochmal darauf aufmerksam gemacht. Doch die Story spielt hier nicht die erste Geige, sondern die Spannungsschraube, welche kontinuierlich weiter angezogen wird und die Hetzjagden mit den sehr blutigen Goreeffekten. Sobald die Mutanten den Wohnwagen angreifen, schaltet der Film gleich in den fünften Gang und präsentiert Action, Hochspannung und Gore bis zum Ende und das ohne Ruhepause. Das Make up ist brillant geworden, die Mutanten sehen wirklich gruselig aus und töten kaltblütig. Der Vater wird grausam bei lebendigem Leibe verbrannt, Mutter und eine Tochter blutig erschossen und das Baby entführt. Doch die Familie schlägt zurück und rückt den Kannibalen mit Spitzhacken, Hammern, Feuer und Messern an die Kehle und die blutigen Tode geschehen stets in Nahaufnahme. Die Gewalt ist richtig ausufernd und rundet das neue Terrorkino gut ab. Selbst der pechschwarze Humor kommt für den Fan nicht zu kurz, man nehme nur mal die Szene als einer der Mutanten den Vogel austrinkt.
Bei den Charakteren gibt es nicht viel Neues. Die Carters sind eine typische amerikanische Familie, welche betet und eine Amiflagge am Auto trägt. Die Darsteller sind keine Edelmimen, aber auf gutem Niveau. Ted Levine und Kathleen Quinlan sind als Vater und Mutter zu sehen und als Mutant ist Michael Bailey recht bekannt.
Fazit:
Hochspannendes und blutiges Remake in bester Old School Manier. Zu Anfang muss man sich etwas gedulden, doch wenn es losgeht, dann richtig und bis zum Ende, ohne Verschnaufpause. Aus der Kulisse wurde das beste herausgeholt, der Sound ist beunruhigend und unheimlich. Das Make up und die blutigen F/X sind toll in Szene gesetzt und zahlreich vorhanden. Die Darsteller sind glaubwürdig.
Absolut sehenswert, das neue Terrorkino, davon will ich mehr haben.