Review

“I liked John Wayne. I was a fan. I thought he was a god. And the fact that he would take the abuse from Ford. . . . I mean, people would turn away. It was cringe-making. Ford would say things like, ‘You’re nothing but a goddamn cowboy. You couldn’t act your way out of a paper bag.’ And that was for starters. And Wayne just took it. He never spoke back. Ford was like his father, he had given him his career. Eventually Ford would stop, and Wayne would just pick up where he had left off and go on. It rolled off him, or seemed to.

Now, Ford liked my father, and my father liked him. They were friendly, but I was afraid to get close to him, because he got angry with me my first day on the picture. I was whistling, and Ford turned suddenly in his chair and looked at me and all work stopped. And I stopped whistling and everybody turned to go back to work. Later, someone told me, ‘Don’t ever whistle around the Old Man. And don’t laugh or sing or tell any stories unless he instigates it.’ So I just stayed clear of him.

~ William Wellman Jr.

I liked Duke Wayne a great deal. A very decent, professional man, no nonsense. He came to work, he knew his lines. He was approachable, he didn’t throw his power or prominence around. And a tremendously underrated actor. He gave many extraordinary performances—Red River, The Searchers—but he had to wait until the end of his career for an Oscar. I thought he was good on script, although my only experience with him was through Ford, and his whole relationship with Ford was so screwy. I was on the set one day when Ford made some kind of disparaging remark to him: ‘Get over there, you dumb cluck’ or something like that. It bothered me, and later I said to Duke, ‘Why the hell do you let him talk to you like that?’ “ ‘Aw, that’s just the Old Man,’ he said. ‘He doesn’t mean it. Forget about it.’ But I didn’t like it.

~ Walter Mirisch

Bürgerkriegswestern, von John Ford selber zusammen mit Martin Rackin und John Lee Mahin entwickelt und der noch recht jungen Mirisch Company angeboten; Ford wollte natürlich Wayne an Bord, der auch zusagte, zum einen der Verbundenheit wegen, zum Anderen um Geld für Alamo zusammen zu kratzen, als zweite Hauptrolle und der gleichen Gage von einer Dreiviertel Million Dollar wurde William Holden besetzt; der sich anders als Wayne den 'Anfeindungen' seines Regisseurs aber nicht gefallen ließ und sich frühzeitig diesem entgegen stellte: “Don’t ever do that again. If you ever do that again, I don’t care who you are and how old you are, I will pick you up and throw you in the river.” Das Projekt selber wurde trotz vieler Außenanlagen, vorzugsweise in Louisana, und Probleme, teilweiser privater Natur, teilweise beruflicher oder eher überschneidender (der Tod am Set von Stuntman Fred Kennedy) schnell in Angriff genommen und umgesetzt, die Zeit drängte:

Eine Unionskavalleriebrigade unter der Führung von Oberst John Marlowe [ John Wayne ], einem Eisenbahnbauingenieur im zivilen Leben, wird hinter die Linien der konföderierten Armee entsandt, um Eisenbahngleise und das konföderierte Nachschubdepot für Vicksburg am Newton Station zu zerstören. Der neu eingesetzte Major Henry Kendall [ William Holden ], ein Regimentschirurg, der zwischen Pflicht und dem Schrecken des Krieges hin- und hergerissen ist, steht ständig im Streit mit Marlowe.

Flotte zwei Stunden werden hier für die Geschichte veranschlagt, das ist nichts gegen Cheyenne (1964) zum Beispiel, es ist trotzdem ausufernd, es beginnt auch gleich mit großen Bildern, mit augenöffnenden Aufnahmen, Clothier natürlich an der Kamera, das sieht man deutlich, es wird über die Kamera und dann den aufgenommenen Dialogen erzählt. “Bereits mit Spannung erwartet“ wird das Geschehen, vom Zustand des Verlaufs, vom Stillstand des Krieges, von der geplanten Taktik, der Übernahme und Zerstörung, nicht der Fusion mit der eigentlich eigenen Bevölkerung debattiert. Ein schwieriges Unterfangen wird probiert und präzisiert, erst die Idee dahinter vorläufig “Ist man noch gut bei Stimmung“, eine Mischung aus Western, aus Militär und Politik, eine Offiziersbesprechung, ein schauspielerisches Duell, gleich ein verbaler Schlagabtausch, ein Angriff vom Kämpfer zum “Tablettenaugust“, ein wenig begeistertes Kennen lernen, die ersten Szenen erinnern fast an den Beginn von Waynes Die Grünen Teufel (1968), er hat seine eigenen Vorbilder und Kollegen studiert. Die Soldaten werden gemustert, werden ausgemustert, werden geimpft, eine Krankenliste erstellt, ein Lazarett aufgebaut, es wird gestritten, Dienstvorschriften gegeneinander ausgespielt. Urlaub wollen die meisten der Horse Soldiers haben, von der Mission nicht begeistert, der Befehl dafür eindeutig, die Pflicht ruft, das “Vorwärts Marsch“ als Parole, dazu Singsang auf der Tonspur, die US Kavallerie besungen, das Lob-und Hohelied geboten. 40 Meilen pro Tag will man machen, eine lange Reise steht an, bald ist man im Feindesland, der Spähtrupp ausgeschickt, in den Kugelhagel rausgeschickt. Ein schneller Hinterhalt, die ersten Verletzen, ein Rebell hinter jedem Baum, die Anspannung unerbittlich, das Tempo des Filmes unerlässlich, zwischendurch wird Menschlichkeit geboten, vom Arzt zumindest, vom Soldaten nicht.

Wayne spielt das stramm, Holden hält dagegen, “Einer stirbt, der Andere wird geboren.“, das Motto des Filmes hier, die Devise der Inszenierung, die Aufzeichnung der Unterschiede der Figuren, ihre Absichten und Ansichten, ihre Interessen und Intentionen. Der Doktor hat zwei Eide abgegeben, er hat zwei Dienstherrn, mehrere Verpflichtungen, es geht ihm um das Leben, nicht um die Toten oder gar das Töten. Prächtig wird das eingefangen, der Film im Hochglanzpolierten, im Kundenfang, es wird auch zwischen Offizier und Zivilisten unterschieden, Gäste und Gastgeber im unterschiedlichen Wesen, in gefährlichen Umständen, es wird ein wenig Hohn geboten, Sarkasmus in der Konversation, dazu eine Klärung der Autoritätsfrage, viel geboten hier, eine Vollzähligkeit im Inhalt. Die Regie selbst straff im Verweilen, die Wechsel und Schnitte schnell, ebenso rasant im Gespräch wie im Reiten, kein längeres Verweilen hier. Ford, der nach dem Tod des Stuntman das Interesse an dem Film verloren hat, lässt dies sich nicht anmerken, er übertüncht es durch glorreiche Fotografie, durch Widersprüche und Widerstand und Widerstrebendes in den Handlungsweisen, durch visuelle Anmut und narrative Effektivität. Ruhepausen dienen nur der Besinnung und der Sinnsuche, ein edles Gutshaus als Stützpunkt vorübergehend umgewandelt, der Krieg als Ausnahmezustand, teilweise als Skurrilität hier, später kommt die große Überraschung, das Todeskommando als moralische Pflicht, dazu Spionage im Dasein, ein Herumführen an der Nase, ein Vortäuschen, ein Schauspiel, eine Wahrheit kommt ans Tageslicht.

Die Gegebenheiten werden nicht einfacher, das Wetter schlechter, die Bedingungen miserabler, zudem hat man ungeplantes 'Gepäck' an Bord, Kritik ausgesprochen, eine Flucht versucht, quer durch Mississippi, einmal hinein in den Sumpf. Für Ford ist das zu Beginn eher ein Unterhaltungsfilm, prächtiges, aufwändiges Entertainment, die Botschaften nicht da oder versteckt, im eindeutig zweideutigen, in der Figur von Holden, der eingangs den Gegenüber von Wayne, beinahe fast seinen Gegner spielt. Ein tatsächlich feindliches Aufeinandertreffen wird mit den Südstaatlern eingespeist, eine Brigade gegen eine andere, jeweils an einer Seite des Flußufers entlang. Mehrere Hundert Männer und ein Frauenzimmer, eine “richtige Schnuckelpuppe“, Trubel im Kommen, eine Ohrfeige als Reaktion, “Idiot“ als Antwort. Bald sprechen wieder die Kugeln, wird aus einer Scheune heraus gefeuert, mehrere Zwischenfälle in der Handlung, eher anekdotisch, der Weg ist das Ziel, es wird auf Deserteure getroffen, den lokalen Sheriff, die Landschaft durchpflügt, dann geht es endlich zur Newton Station, die Begrüßung unerfreulich, die Yankees als Verbrecher bezeichnet, das ist noch das Harmloseste gegen die Blauröcke hier. Die Stadt nur von Frauen und Krüppeln bevölkert, das Ergebnis des andauernden Kampfes, es wird nicht triumphiert, es werden die Auswirkungen der Gefechte gezeigt, die Verunsicherung, die Verunstaltung, mittig eine plötzliche Hektik geboten. Die Geiselnahme einer Stadt, dazu Verstärkung aus Vicksburg, ein großes Blutbad, die Straßen voll mit Leichen, ein Hotel zum provisorischen Hospital umgewandelt, der Arzt und Sanitäter als Notfallversorger, brennende Züge und zerrissene Schienenstränge als Ergebnis des ungleichen Kampfes, um Stolz und Ehre geht es hier längst nicht mehr, nur noch um Destruktion, ein “Schlussfeuerwerk“, nur akustisch dargereicht, nicht im Detail gezeigt; das Bisherige im Pompösen nun plötzlich staubig und schmutzig, um Feigheit und fehlende Fairness geht es nun hier.

Ein Brandlager, verbrannte Erde hat man zurückgelassen, dazu die Toten, die Schwerverwundeten, ein Glauben und ein Funken Hoffnung erhält man sich zum Überleben; zwischendurch wird die unschuldigste Person in der ganzen Angelegenheit hinterrücks erschossen, Versprechungen und Ehrenworte und Ehrenwertes existiert hier nicht mehr. Es wird grausam, es fällt Bombenhagel, der Wald wird aufgerissen, es wird dann öfters weggeblendet, und eine noch minderjährige Kadettenakademie als Gegenwehr instruiert und instrumentalisiert, Kinder als Schutzschild, mit einem Reverend als Kugelfang, es geht dann um schlichtes, stures Durchhaltevermögen, trotz oder wegen all der Sprengladungen.











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