Review

Al Bundy dürfte der bekannteste Schuhverkäufer der Filmgeschichte sein.
Dazu trägt die unmögliche Figurenkonstellation bei. Al Bundy ist Schuhverkäufer, ehemaliger Footballspieler an der Highschool und alles andere als zufrieden mit seinem Leben. Seine rothaarige Frau hält nichts von Arbeit und kochen. Statt dessen sitzt sie den ganzen Tag vorm Fernseher. Die Tochter Kelly ist eine Blondie, wie sie im Buche steht. Hübsch, aber dumm wie Stroh. Hinzu kommt der Sohn Bud, der nun schon seit etlichen Jahren in der Pubertät feststeckt und auf seine erste Freundin wartet.
Man kann sich vorstellen, was so eine teuflische Mischung auslöst. Hinzu kommt noch die Nachbarin Marcy, welche Al nicht ausstehen kann. Das führt zu oft köstlichen Dialogen.

Meist wird Al in der Serie mit einem alltäglichen, oder nicht alltäglichen Problem konfrontiert, was ihn das letzte Geld und Nerven kostet.
In seinem Job wartet er mit frauenfeindlichen Witzen und derbe Sprüche über dicke Frauen auf, während er zu Hause meist „nur“ auf seiner Familie rumhackt.

Die Serie lebt von Al Bundy, dem seine schlechte Laune nie abhanden kommt. Sollte er widererwartend doch mal Glück haben, folgt eine größere Katastrophe. Der Lebenslooser schlechthin.

Leider verliert die Serie Staffel um Staffel immer mehr an Kreativität. Waren die ersten Staffeln noch einfallsreich, versucht man später mit immer dümmeren und aberwitzigen Ideen die Attraktivität der Serie zu halten. Leider konnte man aber an die alten Folgen nicht mehr anknüpfen, so dass man die Einstellung der Serie verschmerzen kann.

Nichts desto trotz ist und bleibt die Serie ein Evergreen im Abendprogramm.

Details
Ähnliche Filme