Inhalt:
Li Chang (Ku Feng) ist ein angesehener Unternehmer..., und in der Baumwoll-Branche tätig. Sein Sohn ist der quirlige Pao Tung (Wong Yue), dieser hat ausschließlich seine Ausbildung in KungFu im Kopf und nicht das Geschäft seines Vaters, und ist daher für diesen ein Nichtsnutz!
Seine Ausbildung hinsichtlich KungFu erhält Pao Tung von einem namenlosen Bettler (Yuen Bun)...., dieser unterrichtet in einer verfallenen Hütte auf dem Land Pao, und erhält dafür täglich eine Mahlzeit. Später stellt sich heraus, dass dieser namenlose Bettler ein Spitzel der Polizeit ist, der Captain Chen (Dick Wei) zuarbeitet, welcher hinter einer Drogen-Gang her ist.
Ho Chang (Johnny Wang Lung Wei) betreibt eine Handels-Börse..., und hier wickelt auch Li Chang den Vertrieb seiner Baumwolle ab.
Doch diese Handels-Börse ist nur eine Tarnung. In Wirklichkeit ist Ho Chang der Kopf der Drogen-Händler..., und als wieder ein großer Drogen-Transport ansteht, engagiert Ho Chang einen weiteren Killer: Lin Fei (Yuen Wah) ist ein gefährlicher Kämpfer, der insbesondere mit dem Speer versteht umzugehen.
Lin Fei will zudem den Mann eliminieren, der die Bande bespitzelt. Und so stellt er den namenlosen Bettler in der einsamen Hütte...., und tötet diesen!
Pao Tung kann nicht mehr helfen, und wird Zeuge..., auch als sein KungFu-Lehrmeister im Sterben Lin Fei den Namen des obersten Chefs der Drogen-Bande verrät...: Li Chang..., der Baumwoll-Händler!
Verbirgt sich dahinter etwa der Vater Pao Tungs?
Pao Tung ermittelt nunmehr auf eigene Faust gegen die Bande Ho Changs..., und auch Captain Chen ist nicht untätig. Doch den Show-Down gegen Ho und dessen Schergen muss Pao Tung alleine bestreiten.
Und der Mann, der den Namen "Li Chang" trägt und der oberste Boss sein soll?
Dieser quasi "zweite" Li Chang (Chan Shen) ist tatsächlich ebenfalls Baumwoll-Händler aber auch Drogen-Boss und Pate von Ho´s Bande!
Ein Kampf auf Leben und Tod entbrennt.........
Fazit:
"Kid with a tattoo"..., im Deutschen "Der tätowierte Adler", das ist der Titel dieser teils recht affigen, zum größten Teil aber lustigen und actiongeladenen KungFu-Klamotte von Meister-Regisseur Sun Chung.
Sun Chung, ein Regisseur der auf vielen Ebenen das Genre des Eastern beackerte..., hart, blutig und ernsthaft..., aber manchmal auch komödial.
Und 2 Jahre bevor Sun Chung das Vater/Sohn-Spiel in seinen Gegensätzen zu einem lustigen Streifen verarbeitete, nämlich in "My rebellious son" mit Alexander Fu Sheng und wieder Ku Feng als Vater..., da versuchte sich Sun Chung schon einmal an so einem Stoff!
Heraus kam eine lustige KungFu-Klamotte, die durch das gegensätzliche Spiel von Ku Feng und Wong Yue seinen Witz bezieht, gegen sie stehen die villains die grimmig und ernsthaft sind, somit den Gegen-Pol bilden..., damit die Fans eben auch nicht auf ihre heißgeliebten KungFu-Fights verzichten mussten.
Geschickt und schnörkellos geht Sun Chung diese einfache und doch durchdachte KungFu-Komödie an, taucht sogleich in die Handlung ein. Und das ganze ist in seinem Witz auf den Vater/Sohn-Gegensatz ausgelegt. Ku Feng spielt den zur Weißglut getriebenen Vater, der aus seinem Sohn einen Geschäftsmann machen will, absolut gekonnt. Wong Yue ist der gewitzte Tunichtgut, der seinem Vater Schwierigkeiten macht, nur KungFu im Kopf aber auch das Herz auf dem rechten Fleck hat, und den villains nicht das Feld überlassen will.
Zumal sein Meister getötet wird..., und hier denn auch wieder das Rache-Motiv greift.
In krassem Gegensatz dazu stehen die villains, die Bösewichte, an deren Spitze Shaw´s villain vom Dienst, Johnny Wang Lung Wei steht. Wie gewohnt cool mit dem Zigaretten-Mundstück spielend, agiert hier Johnny wie wir ihn kennen und schätzen gelernt haben.
Darüber hinaus ist natürlich sein klassisches KungFu hier wieder zu erwähnen..., süperb. Auf Seiten der Bösen ist hier noch Yuen Wah zu nennen, der mit seinem rot befransten Speer hier ein ums andere Mal eine blutige Ernte einfährt. Er ist vor allem aber actiontechnisch gefragt, genauso wie Jamie Luk, der hier noch bei den villains zu entdecken ist.
Chan Shen ist als Drogen-Pate in einer kurzen Rolle Gast-Star dieses lustigen Eastern.
Sun Chung bleibt hier im Studio..., vieles spielt in einer Handels-Börse, die verwinkelt ist, viele kleinere Räumlichkeiten besitzt..., und daher im Show-Down auch Finessen zulässt.
Großen Wert auf ausgeklügelte und pastellige Shaw-Sets legte Sun Chung aber nicht in seinem Streifen, Witz und KungFu sollten hier klar im Vordergrund stehen.....
"Kid with a tattoo" ist eine insgesamt witzige KungFu-Klamotte, ein reiner Unterhaltungs-Film, der natürlich auch durch die lustige dt. Synchronisation gewinnt. Gleichwohl brauchten die Fans hier auch nicht auf kernige KungFu-Fights verzichten, die vor allem zum Schluss rasant an Fahrt gewinnen, und auch hart und blutig sind.
"Kid with a tattoo" erhält von mir etwas wohlwollende, sehr knappe 7/10 Unterhaltungs-Punkte.