Review

Ein Horrorfilm versucht, den Zuschauer in Angst zu versetzen und ihm das Gruseln zu lehren – diese ist dann meist damit verbunden, dass derjenige in der Folgenacht schlecht schläft bzw. Alpträume hat. Was kann es also für ein besseres Thema für einen Horrorfilm geben, als eine Mörder, der seinen Opfern im Schlaf erscheint und sie trotz der Tatsache, dass sie Träumen, dennoch töten kann?

A Nightmare on Elm Street ist ganz klar einer der großen Klassiker des Horror-Genres. Neben der Halloween- und der Freitag-Reihe, hat Nightmare bereits sieben Fortsetzungen (inkl. Freddy vs. Jason) erfahren und gehört demnach zu den bekanntesten und auch erfolgreichsten Horrorreihen der Filmgeschichte.

1984 erweckte Wes Craven den vernarbten, mit Messern als Fingernägeln ausgestatteten Kindermörder Freddy Krüger zum leben. Freddy, über dessen Vergangenheit wir im Laufe des Filmes mehr erfahren, erscheint den Jugendlichen Nancy, Glen, Rod und Tina in ihren Träumen, besser gesagt Alpträumen. Anfangs noch etwas unbesorgter, dass alle gleichzeitig von dem selben Monster träumen, ändert sich dies schnell als Tina – in einer sehr bekannten Szene – vor den Augen ihres Freundes Rod von einer scheinbar unsichtbaren Macht brutal ermordet wird. Nach und nach müssen auch weitere Freunde von Nancy sterben. Sie muss sich Freddy alleine stellen…

Zwar ist Freddy hier noch etwas wortkarg, wirkt dafür aber umso mysteriöser und angsteinflößender als in seinen späteren Auftritten, in denen er teilweise sogar fast zur Witzfigur wurde. Der Humorfaktor ist hier eigentlich gar nicht vorhanden, der Film bleibt sehr ernst. Hier wird mehr Wert auf Atmosphäre und Aussichtslosigkeit gelegt - dies macht den ersten Teil der Reihe auch so einzigartig. Der Bodycount ist zwar mit nur drei erstaunlich gering für einen Horrorfilm, aber alle Tötungen brennen sich ins Gedächtnis (Die Szene mit der durch die Luft geschleuderten Tina kennt wohl jeder). Unterlegt wird die gruselige Atmosphäre mit einem wunderbaren Score, der ähnlich simpel ist wie Carpenters in Halloween, aber dennoch eine genauso starke Wirkung zeigt. Vielleicht noch erwähnenswert wäre, dass die Traumsequenzen im Gegensatz zu den späteren Fortsetzungen etwas einfallslos rüberkommen, wenn auch weit realistischer und nicht so comichaft, wie es später der Fall wurde.

Nightmare 1 ist zwar kein Halloween 1, aber weit besser als Freitag 1. Den muss man einfach gesehen haben! (8/10)

Details
Ähnliche Filme