Einige Schüler werden von üblen Albträumen geplagt, in denen sie von einer fürchterlich vernarbten Gestalt mit Klingenfingern (Robert Englund) heimgesucht werden. Als die Bedrohung zunehmend real wird, stellen sie Nachforschungen an und entdecken, dass der Klingenmann kein Unbekannter in der Nachbarschaft ist…
Wes Craven spürt in den Albträumen seiner Protagonisten archaischen Ängsten vor dem schwarzen Mann, vor Verfolgung, Schmerz und Tod nach, die zu einer komplexen Chiffre für die lebensweltlichen Bedrohungen werden, mit denen eine zunehmend zur Eigenverantwortung aufgerufene, aber von den Eltern unverstandene und überbehütete Jugend sich konfrontiert sieht. Der Zwang zur autonomen Gegenwehr ohne Wissen und Unterstützung der ungläubigen Erwachsenen spiegelt zugleich die Notwendigkeit wie auch die Schwierigkeit eines nahenden Abnabelungsprozesses vom Elternhaus. Über die reale physische Gewalt, die der Klingenmann seinen Opfern durch ihre Träume antut, findet die existenzielle Tragweite ihrer Nöte einen effektvollen Ausdruck. Ein atmosphärisch beklemmender, dabei originell und fantasievoll inszenierter Horrorfilm, dem die außerordentliche Treffsicherheit der unterliegenden Bedeutungsschichten den Rang eines Klassikers verleiht.