"A Nightmare on Elm Street" avancierte zum Klassiker im Horrorgenre und schuf eine Kultfigur namens Freddy Krueger, die sicherlich einen großen Anteil zum Erfolg beitrug. Warum sich dieser Film aber von der damaligen Slasher-Welle so hervorhebt, liegt wohl an der Traumthematik, welche damals die Tür zu einem innovativen Slasher offen hielt. Denn hier agiert der Killer in den Träumen von Teenagern. Traum und Realität werden dabei oft vermischt, wobei die abstrakte Traumwelt in dem "Nightmare"-Original noch nicht so ausgeprägt ist, wie in späteren Fortsetzungen. Die weitere Story verläuft dann aber ganz gewöhnlich ab und überrascht kaum. Wer sich im Genre auskennt, kann ohne hellseherische Fähigkeiten leicht voraussagen, wer seine Träume überleben wird. Der Schluss ist auch nicht unbedingt erste Sahne.
Pluspunkte heimst der Streifen aber deutlich in Sachen Atmosphäre ein. Die Träume wirken sehr real, weil sie in Kulissen wie einer Schule oder einem Heizungskeller beispielsweise spielen. Bedrohlichkeit liegt stets in der Luft. Die bekannten Klavierklänge tragen ebenfalls einen Teil zur guten Atmosphäre bei. Auch die Figur des Freddy Krueger wirkt durch sein hässliches Aussehen angsteinflößend und bedrohlich. Die Messerkrallen sind als Mordwerkzeug eine nette Idee.
Die Jungschauspieler halten sich mit ihrem Können jedoch zurück. Das gilt auch für Johnny Depp, der hier noch keine Bäume ausreißt. Lediglich Heather Langenkamp macht einen wirlklich guten Eindruck.
"Eins, zwei Freddy kommt vorbei. Drei, vier verschließ bloß deine Tür...". Dieses allseits bekannte Lied sollte jedem Horrorfan so oder in einer anderen Variation bekannt sein, denn "A Nightmare on Elm Street" ist ein Klassiker, der sich mit einer innovativen Idee von den üblichen Slashern hervorhebt. (8+/10 Punkten)