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Wer kennt ihn nicht? Den Leinwandmörder, der Kultstatus entwickelt hat: Freddie Krüger. Jedem selbsternannten Cineasten dürfte dieser Killer wohl ein Begriff sein, doch was steckt hinter dem ganzen Film, der um Fred herum gedreht wurde?
Vorweg einmal die Handlung: Es geht um ein paar Teenager, die schlaflose Nächte haben, weil sie in ihren Träumen von dem oben Genannten heimgesucht werden. Eines Nachts wird eines der Mädchen von Freddie getötet, worauf deren Freund verdächtigt wird, der dann auch in seiner Zelle traumhaft getötet wird.
Der Hauptperson (Heather Langencamp), die auch die Freundin der Getöteten ist, bleiben aber ihre Alpträume, wobei ihr keiner glauben will, bis sie auch nahe dem Tod ist.
Was hat dieser Film also bewirkt? Filmwissenschaftlich sicherlich wenig. Doch darauf kommt es auch nicht an. Der Kernpunkt ist die Spannung. Ich denke, dass nur ziemlich hartgesottene Zeitgenossen oder dreiste Schwindler von sich behaupten, sie hätten sich nicht gefürchtet, als sie nachts, eventuell auch noch alleine, "Nightmare on Elm Street" geschaut haben. Die Spannung und der Grusel sind einmalig und einfach meisterhaft.
Zusätzlich wandelt ein Bösewicht durch das Bild, der fieser nicht sein könnte. Seine Messerklingen an den Händen tun noch ihr übriges dazu.
Wes Craven spielt hier mit unser aller Urängste. Er trifft uns an unserer schwächsten Stelle: Den Träumen, in denen wir in der Regel unserem Unterbewusstsein hilflos ausgeliefert sind. Der brutale Unterschied zwischen Träumen in unserer Welt und Träumen in der "Nightmare on Elm Street"-Welt ist der, dass das Unterbewusstsein durch einen grausamen Dämon ersetzt und sich die Träume zu einer krankhaften Paranoia entwickeln.
Schauspielerisch hat der Film allerdings nicht viel zu bieten. Die Jungschauspieler wirken allesamt blass und gesichtslos. Sie könnten jederzeit ersetzt werden. Sie stellen also keine Charaktere, sondern Stereotypen, wie das auch schon in anderen Slasher-Produktionen der Fall war. Nicht einmal Johnny Depp kann bei seinem Debüt überzeugen. Der einzige Lichtblick ist Robert Englund der seine, wenn auch nicht sehr anspruchsvolle Rolle als Freddie Krüger gut herübergebracht hat.
Auch das Drehbuch lässt sehr zu wünschen übrig. Die Dialoginhalte wiederholen sich andauernd, sind sehr platt und fangen mit der Zeit sogar zu nerven an.
Doch diese letzten beiden Gesichtspunkte sind für meine persönliche Gesamteinschätzung nur von sekundärer Natur. Ich halte "Nightmare" für einen Meilenstein im Horrorgenre, der aber leider auch einige katastrophale Fortsetzungen nach sich zog.

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