Immer wieder wird Nancy von schlimmen Alpträumen heimgesucht, in der ein fürchterlich entstellter Mann mit einem rasiermesserbewehrten Handschuh versucht, sie zu töten. Auch die anderen Teenager aus der Elm Street leiden unter denselben Heimsuchungen. Diese werden blutige Realität, als Nancys beste Freundin auf brutalste Weise während des Schlafes ermordet wird. Alles deutet darauf hin, dass es sich bei dem Killer um den verbrannten Fred Krueger handelt, der einen Weg gefunden hat, sich in die Träume von Teenagern einzuschleichen und sie zu töten. Verzweifelt versucht Nancy, ihn zu stoppen...
"Nightmare on Elm Street" war der erste große Erfolg von Wes Craven, der mit Freddy Krueger eine Horrorikone erschaffen hat, die auch heute noch jedem Kinogänger ein Begriff ist. Geschickt wird mit der Frage gespielt, ob man sich nun gerade in der Realität oder in einem Traum befindet. Dazu lebt der Film von der herrlich unheimlichen Atmosphäre und zeigt Freddy als richtig fiesen Killer. Von der Selbstironie der folgenden Teile ist noch nicht viel zu spüren.
Die Traumsequenzen sind packend inszeniert und wirken überzeugend. Freddys "Opfer" befinden sich in ihren Träumen nämlich nie in einer in sich schlüssig funktionierenden Welt, sondern werden mit allerlei konfusen Situationen konfrontiert.
Die Schauspieler sind weder besonders gut noch besonders schlecht. Das Hauptaugenmerk wird auf die Spannung gelegt. Interessant ist aber, dass Johnny Depp hier seine erste Rolle in einem Kinofilm spielt. Wie auch seine Kollegen Kevin Bacon ("Freitag, der 13.") und natürlich Jamie Lee Curtis ("Halloween") begann er seine Karriere in einem der Horrorfilme der 80'er.
Heather Langenkamp spielt Nancy und kann durchaus überzeugen, wenn sie auch nicht über das typische Slasherniveau herausreicht.
Genial ist Robert Englund, der hier das erste Mal in seine berühmteste Rolle als Freddy Krueger schlüpft.
Der Rest des Ensembles bleibt weder positiv noch negativ im Gedächtnis.
Die Effekte sind absolut klasse und beweisen einmal mehr, dass computergenerierte Animationen selten in der Lage sind, gut gemachte Masken zu ersetzen. Es gibt ein paar sehr harte Szenen, so dass auch Splatterfreaks ihre Freude an "Nightmare on Elm Street" haben werden. Diese sind jedoch der Story und der Spannung eindeutig untergeordnet.
Auch die Musik setzt sich in den Gehörgängen fest und trägt einen großen Teil zum Spannungsaufbau bei. Besonders gut gelungen ist der unvergessliche "Freddy - Singsang" der Kinder in den Träumen.
Insgesamt hat "Nightmare on Elm Street" auf jeden Fall zu Recht Kultstatus erreicht. Sowohl Spannung, als auch Inszenierung und Effekte können überzeugen. Nicht nur für Horrorfans absolut empfehlenswert.
9/10 Punkte