Die beiden ersten FINAL DESTINATION-Teile waren auf ihre eigene Art und Weise mit die innovativsten Beiträge zur Teenie-Horror-Welle der letzten Jahre und damit kleine Perlen des Genres. Besonders wegen der geschickten Inszenierung und dem enormen Spannungsgehalt, welche den Zuschauer immer wieder mit seiner Erwartungserhaltung an der Nase herumführte, wurde der erste Teil zum Kino-Hit. Dies trieb der spektakuläre Nachfolger mit erhöhtem Splatter-Faktor noch weiter auf die Spitze, weshalb der Streifen besonders wegen seiner zweifelhaften FSK16-Freigabe Aufmerksamkeit erregen konnte.
Dass diese Entwicklung aber noch lange nicht das Ende vom Lied darstellen sollte beweist James Wong mit dem nun vorliegenden dritten Teil, in dem er die Gewalt-Schraube noch einmal gewaltig anzieht. Zudem kann der Film mit einem Freizeit- und Vergnügungspark den idealen Schauplatz für halbwüchsige Adrenalin-Junkies aufwarten. Obwohl die unglaubliche Wucht der Massenkarambolage in der Eröffnungssequenz aus dem Vorgänger bei der Achterbahnfahrt nicht ganz erreicht wird, stellt diese dennoch ein besonderes Highlight dar. Den Rest der Geschichte kennen wir bereits aus den beiden ersten Filmen. Alle Anwesenden des Unglücks-Szenarios, die zuerst dem Tod noch einmal von der Klippe springen konnten werden nun gnadenlos in die abgefahrensten Gefahren-Situation des alltäglichen Lebens katapultiert - dass dabei der Ein oder Andere durch teilweise genial inszenierte Kettenreaktionen Hops geht dürfte bekannt sein.
***SPOILER***
Da werden nette Mädels nachts im Baumarkt „genagelt" und Dumpfbacken getoastet - Dem Einfallsreichtum der Drehbuchschreiber sind an dieser Stelle keine Grenzen gesetzt!
Aufgrund der innovativen Ablebens-Arten, in denen der Zuschauer immer wieder gnadenlos in die Irre geführt wurde, wurde die Serie bekannt - diese Dramaturgie treibt der Regisseur in FINAL DESTINATION 3 mit drastischen Gewalt-Darstellungen auf die Spitze, womit dem Streifen diesmal (überaus zu Recht!) die FSK18-Freigabe aufgedrückt wurde. Leider fehlt der zweite Fortesetzung die konstante Spannung und die phänomenalen Überraschungsmomente der Vorgängerwerke, so dass an dieser Stelle ein leichter Punktabzug angebracht ist.
Dennoch ist dem Team wiederum ein innovativer Beitrag im Teenie-Horror-Bereich gelungen, der weit über dem Durchschnitt der Flutwelle an klischeehaften Genre-Beiträge schwimmt.
(7 / 10)
An dieser Stelle sei noch zu erwähnen, dass die aktuelle DVD-Veröffentlichung mit einem interessanten Feature aufwartet. In einem interaktiven Modus kann der Zuschauer anhand von mehrmaligen Zwischenfragen und den entsprechenden Antworten den weiteren Verlauf der Geschichte bestimmen. Mal eine etwas andere, innovative Art, sich die alternativen und unveröffentlichten Szenen zu Gemüte zu führen!