Review

Nachdem „Final Destination“ ein Überraschungshit war und „Final Destination 2“ dank fortgesetzter Story und mehreren Bluteffekten ebenfalls sein Geld eingespielt hatte, war es nur eine Frage, bis Teil 3 nachgeschoben wurde. Der Trailer sah ziemlich vielversprechend aus, der Film ist es leider nicht.


Wendy und ihre Freunde besuchen einen Rummelplatz und wollen auf die neue Achterbahn. Wie schon in den vorherigen Teilen sieht Wendy das Unglück voraus und verlässt mit einigen ihrer Freunde die Achterbahn, weil ja der Wagen entgleist und die Schienen brechen. Keiner glaubt ihr und so passiert das Unglück tatsächlich. Doch der Tod lässt sich nur einmal überlisten. Er holt sich einen nach dem anderen. Erst Wendys Freund Kevin kommt dahinter, dass der Tod persönlich sich seine entgangenen Opfer holt. Nur wenn man die Reihenfolge unterbricht, wie die Personen in der Achterbahn gestorben wären, hat man eine Chance zu überleben. Auf Fotos finden Wendy und Kevin verschlüsselte Hinweise, wie der Tod zuschlagen wird...


Es ist schon recht ärgerlich mit anzusehen, wie eine ehemals großartige Idee komplett ausgeschlachtet wird. Mittlerweile gibt es einen dritten „Final Destination“ Teil, der aber gar nichts mehr neues bietet und eher langweilt.
Dabei ist der Anfang gar nicht mal schlecht gewählt. Ein Rummelplatz bringt immer Atmosphäre und eine Achterbahn lädt doch gerade dazu ein, hier ein riesiges Unglück passieren zu lassen. Man erinnere sich doch nur an den großartigen Autounfall in Teil 2, der keine Wünsche offen ließ. Es krachte und knallte an allen Ecken, hinzu kam eine Prise schwärzester Humor, trickreiche Tötungsarten, die zwar leicht übertrieben waren, der Splatterfan hatte sich aber gefreut wie schon lange nicht mehr.
Genau hier schwächelt Teil 3. Nicht nur, dass der Film eine sinnlose KJ-Freigabe bekommen hat, alles wirkt irgendwie zu sehr am Computer generiert und megaschnelle Schnitte scheinen in Mode zu sein. Das Unglück auf der Achterbahn wirkt fast langweilig im Gegensatz zur vorherigen Autobahn. Die Wagons und Menschen fallen meistens im off zu Boden, ganz toll, nur ein bis zwei megaschnelle grafische Effekte sind zu sehen.
Dies ist auch das besonders nervige an „Final Destination 3“. So schnell kann man teilweise gar nicht gucken, wie hier die Effekte vorbei sind, da war Teil 2 noch anders und verschärfte dadurch den bitterbösen Humor.

Es wird noch schlimmer. Die Darsteller sind wirklich alles andere als talentiert und irgendwie gehen sie dem Zuschauer am Allerwertesten vorbei. Keine Spannung, vorhersehbare Tötungsarten, die wenn man sie mal sieht, aber recht gelungen sind. Natürlich kann auf die üblichen Klischees nicht verzichtet werden. Eine todtraurige Hauptdarstellerin, die den zweiten Hauptdarsteller eigentlich gar nicht mag, später aber beide mutig gegen den Tod kämpfen. Auf der anderen Seite zwei Mädels, den nur das aussehen wichtig ist, dies wird hier natürlich entsprechend bestraft. Vorher dürfen sich die beiden natürlich noch kurz entblättern, immerhin soll dies noch ein Teenyhorrorfilm sein.

Man kann nur hoffen, dass dies der letzte „Final Destination“ Film war, denn die Qualität wird alles andere als besser. Eine gute Filmidee wird gnadenlos ausgeschlachtet, es reicht halt nicht, ein paar blutige Effekt6e in den Film einzustreuen und wieder teils unheimlichdumme Charaktere über den Jordan wandern zu lassen. Da hat man doch von James Wong, der immerhin den hervorragenden ersten Teil abgeliefert hat, viel mehr erwartet.


Fazit: Man ärger sich mehr über diesen Film, als das man ihn genießen könnte. Die Idee ist ausgelutscht, teils gute Ideen (z.B. Achterbahn) wurden gnadenlos verschenkt. Hinzu kommen Charaktere, die dem Zuschauer vollkommen egal sind, schon allein wegen der Dummheit. Auch die viel zu schnell geschnittenen Effekte können da nicht mehr viel reißen.
„Final Destination 3“ ist eine verschenkte Idee, die im Trailer noch ziemlich gut aussah. Hoffentlich war dies der letzte Teil. Nur wirklichen Fans zu empfehlen.

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