Der Sensenmann wird einfach nicht arbeitslos... So geht es mit „Final Destination“ in die dritte Runde. Ob das was geworden ist, mag sich vielleicht in dieser Review ergeben.
Als Regisseur für diesen dritten Teil der Saga um den Gevatter Tod wurde James Wong (Akte X , Final Destination) engagiert. Der setzte natürlich auf altbewährtes!
Zur Story:
Mann kennts ja aus den Vorgängerteilen zur Genüge. Ein paar postpubertäre Twens können dem Tod, durch die schreckliche Vision, welche eine( r ) von ihnen hat, gerade so entfliehen. Statt Flugzeug oder PKW ist diesmal eine Achterbahn das Objekt der Begierde für unseren Sensemann...
Nun, wie gehabt hat einer von den Todgeweihten eine schreckliche Vision, dass die Achterbahn die trunkenen Twens nicht aushält. Und wie sollte es anders sein, ein paar steigen mit der Seherin Kimberly aus und überleben das tragische Schicksal was den anderen widerfährt.
Nun gut, jetzt kommts...der Tod fühlt sich richtig angepisst von der Twenbrigade, dass sie ihm einfach mal so ins Handwerk gepfuscht haben und da er seine Aufgabe ernst nimmt muss er sich nach und nach die verwöhnten Gören schnappen, um ihr Schicksal zu besiegeln.
Aber da die Jugend von heute gar nicht blöd ist (war sie übrigens schon in Teil 1 nicht, aber egal) finden sie heraus, dass der Tod nach einem Schema vorgeht. Tja, und so bleibt dann für unsere coolen Twens nur noch die Fragen offen: „Wer muss wann und wie dran glauben?“
Neues erfindet Wong nicht bezüglich der Story, aber Settechnisch wird’s erst mal richtig bunt! Das passt meines Erachtens sehr gut und bringt, wenn schon Plottechnisch nichts Neues am Start ist, zumindest Szenisch etwas Innovatives hervor. Ein Jahrmarkt der es in sich hat wird zum Ort des grausigen Todes für unschuldige Twens. Optisch ist „Final Destination 3“ somit spitzenmäßig gelungen.
Die Schauspieler: Naja, außer silikonbrüstigen Blondchen, die zumindest auf sehr coole Weise das Zeitliche segnen, geben die Protagonisten (Winstead und Merriman), welche durch „The Ring 2“ vielleicht etwas bekannter sind, kein sonderlich beeindruckendes Bild ab. Auch die anderen sind die klassischen und klischeebeladenen Twens, die wir aus diesem Subgenre des neuzeitlichen Horrorfilms kennen. Zum Glück gibt’s ja unseren lieben Sensemann, der dafür sorgt, dass sie das Zeitliche segnen und den Zuschauer nicht allzu lange mit ihrer „Schauspielkunst“ penetrieren. Das schafft deutliche Sympathien, aber nicht für die Sterbenden (Find ich cool!) .
Spektakulär, ideenreich und durchaus blutig, wenn wir schon beim Thema des Dahinscheidens sind, inszeniert Wong die Todessequenzen! Ja, hier wird auch mal gesplattert und das ist ein großer Pluspunkt bei „Final Destination 3“! Die Effekte sind natürlich mit CGI gemacht, aber dafür recht gut gelungen!
Fazit:
Top Optik und Top Effekte retten den dritten und hoffentlich letzten Teil der „Sensemannsaga“, über die schlappen „Schauspieler“ hinweg, um die es wirklich nicht schlimm ist wenn sie im Film ableben.
Von der Story hätte man ein paar Sachen verändern können, um ein wenig Abwechslung reinzubringen, aber im Endeffekt stört das Beibehalten des altbewährten „Final Destination“ Schemas nicht so sehr.
Hätte Wong ein paar begabtere Schauspieler gecastet wäre ne höhere Punktzahl drinnen gewesen. Aufgrund der Tatsache das dem nicht so ist, kann ich aber nur 7 von 10 Punkten geben.
Anmerkung:
Das Gimmick auf der DVD: „Entscheide ihr Schicksal“ ist eine geniale Idee und vorbildlich. Mehr von solchen interaktiven Extras ihr trötigen Labels!!!