Da hatte Regisseur und Drehbuchautor James Wong im Jahr 2000 mit " Final Destination " eine tolle Idee, welche sich von den üblichen Teenie Slashern eindeutig abhob. Da die Kinoeinnahmen stimmten, reizt man diese Idee jetzt bis aufs Letzte aus. Somit ist nach sechs Jahren die Trilogie komplett und ich hoffe dass jetzt auch mal Schluss ist. Denn " Final Destination 3 " ist zwar immer noch auf gutem Niveau und macht Spass, aber die Qualität zu den Vorgängern hat merkbar nachgelassen. Alles was danach kommt, kann nur noch schlechter werden. Doch wer schon die beiden Vorgänger mochte, der sollte sich auch zu Teil drei hinreißen lassen, bereuen wird man es nicht.
Story:
Der Abend auf einem Jahrmarkt beginnt für Wendy ( Mary Elizabeth Winstead ) und ihre Freunde sehr lustig, doch auf einmal hat Wendy eine Vision von einem grausamen Achterbahnunfall. Sie und ein paar Freunde steigen aus und kurz darauf geschieht das tragische Unglück, so wie es Wendy vorhergesehen hat. Bald geht es den Überlebenden jedoch an den Kragen, denn sie sterben nach und nach bei mysteriösen Unfällen. Wendy beginnt Nachforschungen anzustellen und stößt bald auf den Plan des Todes. Aber sie merkt bald dass man dem Sensemann höchstpersönlich nicht entkommen kann.
Dritter Aufguss der sehr originellen Story, wieder gibt es kleine Verbindungen zu den beiden Vorgängern und diesmal spiegeln sich die Todesarten auf den gemachten Fotos wieder. Aber man merkt auch leider, dass James Wong hier storymäßig nicht mehr so viel eingefallen ist. Einige Überraschungen sind zwar gegeben, doch es fehlen die plötzlichen Wow Effekte. Auch die erste Viertelstunde ist zu lahm, denn so lange dauert es bis zum Achterbahnunglück, ab dann legt der Film aber richtig los und hält das hohe Tempo bis zum Ende locker durch. Zudem bleibt die Spannung auf hohem Niveau.
Die verschiedenen Kulissen kommen sehr bedrohlich daher, vor allem die Achterbahnszene spielt gekonnt mit den Ängsten der Zuschauer. Der Score bedient sich teils aus den beiden Vorgängern und hat nicht viel eigene Sounds in Petto.
Um Storydefizite auszugleichen hat man den Gorepegel nach oben geschraubt. Da verbrennen zwei Mädels bei lebendigem Leib in der Sonnenbank, Jemand bekommt den halben Schädel abgesäbelt, ein Kopf wird zerquetscht usw. Das Zustandekommen der einzelnen Todesfälle ist wieder sehr tückisch eingefedelt und einfallsreich. Vor allem aber die Achterbahnfahrt bleibt ihm Gedächtnis. Das Ende kann sogar richtig überraschen, denn es unterscheidet sich komplett von den beiden Vorgängern.
Nur warum hat man hier drittklassige Schauspieler verwendet ? Das Budget war recht ordentlich, aber hier bekommen wir trotzdem nur unbekannte Gesichter zu sehen. Das durchschnittliche Niveau wird gut gehalten, aber ich hätte lieber gute Darsteller gehabt.
Fazit:
Prächtig unterhalten wird man auch beim dritten Mal. Bei der Story lässt man etwas nach, aber die Spannung und Bedrohlichkeit ist immer noch vorhanden. Die Kulissen stimmen, die Darsteller reichen aus. Die Goreeffekte sind blutig in Szene gesetzt und die verschiedenen Todesarten können auch hier gefallen. Schwächster Teil der Trilogie.