Drei Freunde - zwei Männer und eine Frau - sind unterwegs zu einem Football-Spiel. Pech nur, dass das Auto auf der Strecke schlappmacht. Auf einem einsamen Schrottplatz versucht man, die Karre wieder flott zu kriegen, doch ein durchgeknallter Serienkiller namens Charlie Tibbs und seine nicht minder verrückte Freundin lauern dem Trio auf. Zuerst wird einer der drei erschossen, dann müssen die anderen beiden eine Reihe an sadistischen Psychospielchen über sich ergehen lassen...
"Todesangst" ist ein kleiner, feiner, dreckiger B-Psychothriller. Hierzulande fast völlig unbekannt, hat er meines Erachtens nach eine ganze Reihe an Filmen beeinflusst - angefangen von "Texas Chainsaw Massacre" über "Natural Born Killers" und "Kalifornia" bis hin zu "Funny Games" oder "Motel". Dabei liefert die Geschichte alles, was man aus artverwandten Produktionen kennt: Irrer Psycho lebt seinen Sadismus aus, während das Pärchen klammheimlich einen Plan schmiedet, um heil aus der Misere zu kommen.
"Todesangst" ist kein sehr graphischer oder brutaler Film, hält dafür seinen Spannungsbogen konsequent über 90 Minuten aufrecht. Die Story findet die ganze Zeit über auf dem Schrottplatz statt. Es gibt - bis auf das furiose Finale - wenig Action, dafür kommt umso mehr ein Gros an hintergründiger Suspense zum Zuge. Arch Hall jr. - vielleicht bekannt aus dem Beatnik-Exploiter "Wild Guitar" sowie dem Mega-Trash "Eegah!" - spielt den Psychopathen wirklich aus dem FF und braucht sich hinter bekannteren Vorbildern nicht zu verstecken. Auch der Rest der Darsteller-Crew macht seine Sache gut, Wahnsinn und Verzweiflung liegen eben manchmal sehr dicht beeinander.
Fazit: Gelungener B-Chiller. Und wenn wir schon bei Grindhouse sind, so würde der Streifen ein gutes Double Feature mit Russ Meyer´s "Faster, Pussycat! Kill! Kill!" abgeben. 7 von 10 Punkten.