Eine Zusammenfassung über Jack Arnold zu schreiben, wäre wohl ein unmögliches Unterfangen, denn dieser Mann hat den B-Film stark mitgeprägt, so dass es vermutlich den Rahmen sprengen würde, das Ausmaß seines Schaffens hier in Worte zu fassen. Zu seinen wichtigsten und bekanntesten Streifen zählen vermutlich "Der Schrecken vom Amazonas", "Die Unglaubliche Geschichte des Mr. C", "Tarantula" und "Der Schrecken schleicht durch die Nacht", die ich oben bereits erwähnt habe. Gerade "The Incredible shrinking Man" wird oftmals als Arnolds bester Streifen bezeichnet, was ich, nun da ich ihn mit eigenen Augen sehen durfte, nur bestätigen kann.
Was der Gute hier auf Zelluloid gezaubert hat, ist ein Film, der die Bezeichnung Science-Fiction Klassiker wie kein zweiter verdient hat. Die Geschichte ist klasse und wurde absolut atemberaubend umgesetzt. Natürlich, die Tatsache, dass ein plötzlich auftauchender Nebel für das Schrumpfen Scotts verantwortlich sein soll, ist purer Nonsens, doch das ist hier nicht von Belang. Viel wichtiger ist, dass Freunde gepflegter, trashiger Sci-Fi Unterhaltung wohl kein besseres Werk von Jack Arnold finden werden, denn hier hat er sich selbst übertroffen.
Das wichtigste an einem Film wie "Die Unglaubliche Geschichte des Mr. C" sind meist die Effekte und diese sind hier fast schon atemberaubend dargestellt. Ganz egal, ob Scott vor Louise wie ein kleines Spielzeugmännchen wirkt, oder im Keller auf einen riesigen Holzstapel klettert. Wenn man dabei im Hinterkopf hat, dass der Film vor 50 Jahren gedreht wurde, verschlägt es einem nicht gerade selten die Sprache. Meist wurde mit relativ einfachen Tricks gearbeitet, was das Ziel jedoch nicht verfehlt und den Film trotzdem absolut nicht billig erscheinen lässt. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein ähnlicher Film aus der selben Ära bereits mit derart genialen Effekten protzen konnte.
Was "Die Unglaubliche Geschichte des Mr. C" desweiteren noch meilenweit von seinen Genrekollegen abhebt, ist die absolut stimmige Dramaturgie. Hier baut sich von Minute zu Minute mehr Spannung auf, man kann sich gut in Scotts missliche Lage hineinversetzen und fiebert zu jedem Zeitpunkt mit ihm mit. Der Keller ist voller tödlicher Gefahren, die Scott meistern muss, wenn er nicht getötet werden oder verhungern will. Selten habe ich einen Film diesen Alters gesehen, der mich derart in seinen Bann ziehen und faszinieren konnte, ganz zu schweigen vom tiefgründigen und wunderschönen Schlußmonolog des Hauptcharakters, der mich fast schon zu Tränen gerührt hätte.
"Die Unglaubliche Geschichte des Mr. C" ist ein extrem mitreissender Science-Fiction Klassiker, der auch heute noch, nach beinahe 50 Jahren, zu begeistern weiß. Jack Arnold hat hiermit nicht nur seinen besten Film abgeliefert, sondern zudem einen dramaturgisch perfekten Streifen, der seinen anderen Genrevertretern damals schon weit voraus war. Die Effekte sind super gemacht und stellenweise auch aus heutiger Sicht betrachtet noch spektakulär und atemberaubend inszeniert. Für jeden Cineasten, Filmfreund und Science-Fiction Fan ist "Die Unglaubliche Geschichte des Mr. C" ein absolutes Must See, weshalb ich hier stolze
9 von 10 Punkten vergebe.