Ein puritanisch erzogener, streng gläubiger Polizist (Edward Woodward) entdeckt ein Inselvolk, das einem unverblümten Fruchtbarkeitskult frönt. Vor Ort soll er das Verschwinden eines Mädchens (Gerry Cowper) klären. Doch obgleich der Hilferuf von der Insel selbst kam, lassen die Einheimischen ihn systematisch auflaufen. Wenn er nur wüsste, dass sie trotz ihrer scheinbar naiven Überzeugungen sehr ernste Pläne verfolgen…
Brillanter Schauerfilm, der das Publikum nicht weniger aus dem Konzept bringt als die Hauptfigur: So wie der Sergeant am irrationalen Eigensinn der Einheimischen verzweifelt, an ihren lebensfrohen, unbeschwerten, versponnen anmutenden Gepflogenheiten und – aus der Sicht des Vernunftmenschen – verqueren Denkweisen, so dürfte auch der Zuschauer von Minute zu Minute irrer werden an der eigentümlichen Mischung aus Schauder, Schabernack und spontanen Gesangseinlagen, die Regisseur Robin Hardy hier präsentiert, es sei denn, er erklärt sich bereit, die konventionellen Wahrnehmungsweisen des Kinos hinter sich zu lassen. Dann wird er mit einem beunruhigend finsteren Märchen belohnt, das von der Brüchigkeit der scheinbar so überlegenen Festlandkultur handelt, die sich auf ihre Triumphe, die sie mit Zucht, Vernunft und Gottesfurcht errungen hat, sehr viel einbildet. Ein Ausflug, der so lehrreich, vergnüglich und bestürzend ist, dass nur sehr sauertöpfische Gemüter am Ende über die etwas zu plötzlich und reichlich sprudelnden Erklärungsworte nörgeln werden.