Review

Was für ein Film. Eine Mischung aus klassischem Horrorfilm, Thriller, Musical ( ! ), und ein wenig Slapstick Komödie.

Story:
Der streng katholische Sergeant Howie erhält einen Brief, in dem er gebeten wird, auf die britische Kanalinsel "Summerisle" zu kommen, da dort ein Mädchen verschwunden ist. Er macht sich mit dem Wasserflugzeug auf zur Insel, und muß dort feststellen, das er nicht sonderlich willkommen ist, und sich die gesamten Bewohner verschworen zu haben scheinen. Bei seinen Nachforschungen auf der Insel will ihm keiner Auskunft zu dem verschwundenen Mädchen geben. Auch das Oberhaupt der Insel Lord Summerisle will ihm nicht so recht helfen.
Was Howie zusätzlich irritiert, ist die Tatsache das auf der Insel alle einem sektenähnlichen Keltischen Glauben anhängen.
Mehr über die Story will ich hier eigentlich nicht verraten, da sie doch einige unerwartete Wendungen und ein heftiges Ende zu bieten hat.

Darsteller:
Edward Woodward überzeugt als strenggläubiger pflichtbewußter Sergeant Howie, der unvermittelt mit einer Gemeinschaft konfronitiert wird, die alles an was er glaubt verspottet und in Frage stellt.
Christopher Lee als Lord Summerisle weis nicht nur durch eine kleine Gesangseinlage sondern auch durch eine (mal wieder ) beeindruckende Schauspielerische Leistung zu überzeugen. Für den Anführer der Inselgemeinschaft hätte man keine bessere Wahl treffen können.
Britt Eckland darf als Tocter des Inselwirtes viel nackte Haut zeigen ( wobei sie in einigen Szenen gedoubelt wurde ), und Sergeant Howie in Versuchung führen.
Auch Ingrid Pitt darf als Bibliothekarin einen kleinen Gastauftritt absolvieren.

Die Stimmung des Films ist schwer zu beschrieben. Zu unterschiedlich sind die Einflüsse die auf einen Einwirken. Man sieht die Inselbewohner bei ihren Keltischen Riten, die fast schon Musical ähnlich dargestellt werden. Der Gesang und der Tanz haben einen hohen Stellenwert, und so darf dann auch fast jeder Darsteller ein kurzes Gesangsstück aus dem Soundtrack von Paul Giovanni darbieten.
Der Film wurde ausschließlich an realen Locations gedreht, was dem ganzen Film ein sehr direktes Assehen gibt, und die Atmosphäre und Stimmung wird nicht durch Studiokulissen zerstört. Besonders die Landschaftsaufnahmen sind beeindruckend.

Fazit:
Regisseur Robin Hardy und Drehbuchautor Anthony Schaffer ist mit "Wicker Man" ein Film gelungen, der wohl mit keinem anderen Film vergleichbar ist. Einer der interessantesten und ausergewöhnlichsten Filme, die ich je gesehen hab, mit fantastischen Schaupielern und einem Ende das man so schnell nicht vergisst.
10 von 10 Punkten

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