Producer-Legende Roger Corman gilt als Godfather des gepflegten Trash-Films, der etliche Klassiker wie "Frankenstein´s Todesrennen" oder "Caged Heat" (OT) ermöglicht hat. Auch als Regisseur war Corman des öfteren aktiv, jedoch mit sehr wechselhaftem Erfolg wie "Die Wespenfrau" beweist. Das Werk schwimmt im Fahrwasser des Vincent Price-Streifens "Die Fliege", der ein Jahr zuvor das Licht der Lichtspielhäuser erblickte. Allerdings erreicht das Rip-Off zu keiner Sekunde die Klasse des Originals...
Denn im Prinzip ist "The Wasp Woman" (OT) ein arg mittelmäßiger Mad Scientist-Krimi einpaar spärlichen Horrorelementen. Der Spannungsgrad ist leider zu keinem Zeitpunkt hoch, denn es passiert viel zu wenig, um echtes DriveIn-Feeling zu erzeugen. In einer Szene wird ein Wissenschaftler von einer mutierten Katze attackiert, die Wespenfrau selbst kommt erst gegen Ende drei Mal kurz vor. Deren Auftritte sind dann auch der absolute Höhepunkt, denn das Monster-Make-Up wurde so verhunzt, dass es schon wieder sehenswert ist. Glupschaugen, Reißzähne... leider alles nur im Halbdunkeln sichtbar, aber immerhin...
Zwar hätte die Handlung durchaus Potential gehabt, was leider nur annährend ausgelotet wurde (Spider-Man plus Rächerstory). Für Fans obskurer B-Movies einen Blick wert, arg viel verpasst hat jedoch niemand was. 5 von 10 Punkten.