Die Produktionsfirma "The Asylum" mit ihren billigen Hollywoodplagiaten kann man einfach nur lieben oder hassen. Ich bevorzuge ersteres.
"Oh mein Gott, ich habe heute schon Riesenspinnen, Riesenskorpione und Drachen gesehen, ich halte das langsam alles nicht mehr aus."
...meint eine der Darstellerin zwischendurch, was ich fast schon verstehen kann. Sofort am Anfang stürzt ein Flugzeug ab, teilen sich die Leutchen auf und was mit den Menschen passiert die beim Flugzeug warten? Keine Ahnung, wahrscheinlich warten die noch heute auf Teil 2. Man hastet von einer billig animierten CGI-Bedrohung zur nächsten, behandelt mal schnell mit Maden und einem Lappen ein entzündetes Bein (das ging aber ziemlich schnell), nur damit die Figur zwei Minuten danach wieder durch die Gegend läuft als wär nicht gewesen (das geht sogar noch schneller) und trifft auf "Indianer", die in etwa so indianisch aussehen wie der Typ bei LIDL hinter der Theke (nur auf die Mitarbeiter anzuwenden, die komplett NICHT indianisch ausseehen).
Dazwischen gibt es sogar ein paar Mini-Häppchen Gore und Titten, bevor im Showdown plötzlich Kampf-Jets auftauchen (woher? keine ahnung!) und "King Kong" mit Drachen kämpft.
Totales Chaos, totaler Blödsinn, wer das mag (so wie ich), der wird auf diesen Film stehen, wer aber mit absolut filmischem Dilletantismus, haufenweise fallengelassener Handlungsstränge und einer Menge dummer Dialoge nichts anfangen kann, der sollte beim Anblick von "King of the lost world" so schnell es geht in die entgegengesetzte Richtung rennen. Ganz, ganz schnell!
Das sich Bruce "Babylon 5" Boxleitner in so einen Film verirrt hat ist dann aber doch schon ziemlich erschreckend, aber keine Sorge, nach 72 Minuten rollt dann auch schon der Abspann übers Bild und der Schrecken hat ein Ende.
Fazit: Kurz und schmerzhaftes Trash-Vergnügen, nur geeignet für Moviemasochisten und solche die es werden wollen.