Auf eine tropische Insel mitten im Amazonas-Gebiet kracht ein Passagierflugzeug voller amerikanischer Pauschaltouristen. Jeder der Überlebenden verbirgt ein dunkles Geheimnis und innerhalb der Gruppe herrscht großes Misstrauen. Um zu überleben und Hilfe zu finden, müssen sie sich jedoch aufeinander verlassen und sich gemeinsam durch den Dschungel schlagen. Es beginnt ein gnadenloser Überlebenskampf. Ihre Feinde sind nicht nur riesige menschenfressende Spinnen, sondern auch Flugsaurier, Skorpione, Kannibalenstämme und ein riesiger Menschenaffe, der alles tötet, was ihm in den Weg kommt. Wird es den Überlebenden gelingen, aus dieser vergessenen Welt wieder heil herauszukommen?
Eigentlich sollte ja hier allein das Wort "Asylum" ausreichen, um jeden ernsthaften Filmfreund schreiend Deckung suchen zu lassen. Zumindest kann man aber schon erahnen in welche filmischen Untiefen die Reise geht. Eigentlich wollte man ja Peter Jacksons Erfolg von King Kong mochbustern, mußte aber sich dann wohl selbst gestehen, das mit dem besseren Taschengeld, das hier als Budget herhalten mußte, beim besten Willen keinen amoklaufenden Gorilla darstellen konnte. So mußten kurze Augenblicken eines schlecht animierten Großgorillas und das Cover reichen, um die Fans anzulocken. Der Rest der Geschichte wurde dann noch ein wenig mit Sir Arthur Conan Doyles Lost World sehr frei ergänzt, zumindest wurde die Charaktere Roxton, Malone und Summerlee übernommen, wenn auch längst nicht in den gewohnten Romanrollen.
Man nehme also wie üblich einen Flugzeugabsturz in den Dschungel, eine Gruppe erstaunlich unverletzter Überlebender, die sich dann durch den Urwald zu ihrem Ziel arbeiten müssen, wie hier dem Funkgerät in der abgerissenen Pilotenkanzel. Zwischendurch dürfen dann noch Spinnen, Riesenskorpione und lebendige Flora die Nebencharaktere wegknuspern und um ja kein Klischee auszulassen, wird die Truppe dann auch noch von Eingeborenen gefangen genommen. Schließlich verlangt Kong ständig nach Opfern.
Jetzt sollte man ja meinen, das dies ein todsicheres Konzept sein sollte und jeder CGI-Fritz einen feuchten Schritt bekommt, aufgrund der vielen Möglichkeiten sich auszuzeichnen, aber da möchte ich dann wieder auf das böse Wort "Asylum" zurückkommen. Die schaffen es einfach mal wieder mühelos selbst so einen Selbstläufer gelangweilt und humorfrei rüber zu bringen, das selbst die Angriffe der urzeitlichen Fauna nur noch ein müdes Grinsen hervorrufen. Als Krönung des konzentrierten Irrsinns muß dann auch noch eine Atombombe entschärft werden, was naturgemäß nicht gelingt, aber ja dann auch egal ist, denn hier wird sogar das aus nächster Nähe überlebt.
King of the lost World ist jetzt zwar nicht ganz so hirnstichig wie Titanic II, aber dennoch ein Film zum im Urwald verbuddeln. Gut als dritter Streifen der ohnehin schon preiswerten Tierhorror-Kompilation kein wirklicher Verlust und auch die Laufzeit ist mit 75 Minuten erfreulich kurz, aber brauchen tut diesen Abklatsch bekannter Vorbilder mal wieder kein Mensch.
3/10