Review

Absoluter Schwach-Matt...


Die letzten Jahre schwappte eine regelrechte Flut von monströsen sowie nicht zu knapp blutigen Asiaschockern aus dem Land der aufgehenden Sonne in unsere europäischen Videothekas, löste aber nur teilweise den knalligen Boom aus, was sich wiederrum daran zeigte, das einige dieser Genrevertreter remakt wurden und auch in diesen Ablegern nur lau zündeten und still untergingen. Es gab Filme, die Klasse hatten, siehe "The Ring", aber auch traurige Beispiele dafür, das manche Regisseure ihr Gehirn weniger einschalteten, wie dieses Machwerk unterster Schublade hier beweist.

Zur unwichtigen, eher nebensächlichen Handlung des Films:
Ein Parasit aus dem Wasser haftet sich im Inneren seiner Wirte, also gefundene Menschenopfer ein und steuert sie als eine Art Terminator meets Power Rangers Waffe, um Kämpfe mit anderen parasitär befallenen Krieger auszufeilen. Ein Wissenschaftler, der gleichzeitig Hunter spielt, will den Viechern den Garaus machen, züchtet aber nebenher ordentlich Parasiten, um seiner zuvor infizierten Tochter Fleisch anzubieten, oder so ähnlich?! Der junge Fabrikarbeiter (kenn den Namen nimmer, eh egal, da Namen Schall und Rauch), findet ein solches Wesen, nimmt es mit nach Hause und schon beginnt der Ärger.

Mit der im Versuch gebliebenen, unnötigen Portion schwarzen Humors gewürzte Splatter-Trashcomedy ohne Belange und voller Stumpfsinnigkeit gespickt, kommt "Meatball Machine" daher wie eine verkorkste Schlachtplatte, die aus Wurstteilen wie "Braindead" und wie eben erwähnt, Gummiplastikgedöhns von Haim Sabans "Power Rangers" zusammengeklatscht worden ist, ebenso nicht zu verkennen sind  Parallelen zum unlängst avancierten Kultklassiker "The Hidden", der hier auf ganz abscheuliche Weise durch den Kakao gezogen wird. Schauspielerisch ist das ganze zu verkraften; da sich die Darsteller mühen, eine halbwegs ordentliche Performance abzuliefern, doch irgendwann wieder, gestört durch die lächerlichen Mutationsszenarien, abwracken. So kommt es, das man vor lauter rotem Nass bald nichts mehr sieht und selbst den Scheibenwischer braucht, um mal kräftig die Mattscheibe zu flimmern.

An Ideen in Sachen Umwandlungen schien es den Machern an nichts zu fehlen, aber so wurde ein 100fach geklonter Infektionsplot billig und einfach nur dumm in Szene gesetzt, gutes  Filmmaterial verschwendet und ich meiner guten Zeit beraubt.

Kritik: Blutig-nasser Splatterfun ohne Gehirn und Tiefe, dem es leider auch an Ansätzen von Humor fehlt, aber nie an Monster-
 kreativität. Alles in allem: Grob fahrlässiger Rotz von der Stange, der sogar hartgesottenen Freunde des Subgenres Kopfschmerzen bereiten wird. Ein absolutes No- go; Basta!

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