Napoleon fällt in Russland ein und unser Gastgeber Boris Gruschenko wartet in einer Zelle auf seine Hinrichtung. Warum das Alles? Der Liebe wegen zur Cousine Sonja. Wie das überhaupt passieren konnte, das erzählt uns der werte Herr Woody Allen in seinem persönlichsten Werk. Weizen, Weizen, Weizen !
Die Verbeugung gegenüber Ingmar Bergmann, die Gefahren von in Kriegszeiten erworbenen Geschlechtskrankheiten, der Bogen von Aristoteles zu Kant und die Rätsel des Todes: All das angereichert mit zeitlosem Slapstick gibt’s hier zu bestaunen. Allens Film ist wahrlich eine Wundertüte über die Merkwürdigkeiten des Seins und nebenbei ein erstaunlicher Flick, den ich seit der Erstsichtung im ZDF Abendprogramm 1988, jedes Jahr mindestens zweimal sehe und der einfach nichts von seiner Magie einbüßt. Viel mehr noch: Er bleibt in meiner Wertschätzung konstant genial. So schön, dass eigentlich jeder was damit anfangen kann ,oder? Ich bin bis jetzt noch niemanden begegnet, der sich bei den präsentierten 77 Minuten gelangweilt hätte. Ein Überfilm, der leider manchmal innerhalb von Allens Gesamtsujet etwas vernachlässigt wird. Da freut sich der Waschbär und genehmigt sich ein Weizenbier.