Review

Interpolmann Beretta, gespiet von Mr. World, Mr. Universe, Mr. Olympia und einstigem Box-Champion Italiens, Franco Columbo,übt sich zusammen mit seinem besten Freund Arnold im Bodybuilden, als er von höchster Stelle nach Europa abbeordert wird. Er soll das Drogenkartell auffliegen lassen, das Kokain nach Amerika schmuggelt. Gemeinsam mit der Undervover-Agentin Linda räumt der Interpolmann in der Szene auf.

Zunächst mal möchte ich ein paar persönliche Wort an den Verantworlichen des Cover Designs schicken und ihm empfehlen entweder mal einen Realitäts-check zu machen und/oder wenigstens die Finger von ungesunden Substanzen zu lassen, denn was das Cover an Stuß verzapft spottet jeder Beschreibung und ist massive Kundenverarschung.
Zunächst mal ist auf dem Cover großräumig Arnold Schwarzenegger in bester Terminator Pose vor einem aus einem Feuerball heranfliegenden Hubschrauber zu sehen. Arnie hat dabei vielleicht 3 Minuten Screentime und weder Hubi noch Explosion kommen im Film vor. dazu verspicht das Cover die Mitwirkung bekannter Namen wie Lance Henriksen und Bill Paxton, haha selten so gelacht von den beiden Darstellern ist im Film nicht mal ein Schatten zu sehen. Über die Taglines "atemlose Spannung" und "erstmals ungeschnitten" kann man sich nach Filmende aufgrund dieses zahnlosen Papiertiegrs von Film entweder schlapplachen oder vor Wut rot anlaufen, je nach Gusto. Zudem ist die DVD lausig abgemischt, sämtliche Toneffekte kommen etwa eine halbe Sekunde später als im Film selbst zu sehen, was vor allem Dialoge und Schußwechsel noch zusätzlich blöd aussehen läßt. Herzlichen Dank nochmal an Great Movies, ihr macht nen tollen Job.
Sorry das mußte jetzt mal raus, aber mal zum Werk selbst. Den Anfang sollte man aus zwei Gründen besonders genießen, denn hier hat uns Arnold seinen einzigen kurzen Auftritt in einer Muckibude in LA, wo er mit dem strahlenden nichts an Charisma Franco Columbu ein wenig trainiert und sich anschließend aus dem Streifen verabschiedet. Wenigstens er bringt seine professionelle Originalsynchro mit, sämtliche Sprechrrollen die uns danach behelligen wurden mal wieder von irgendwelchen emotionslosen Amateuren zusammengestolpert. Arnie und dieser Franco Typ sind ja befreundet aus vorherigen Filmen, was die einzig logische Erklärung für die Mitwirkung des austrianischen Hünen sein kann.
Was ab sofort folgt ist ein wirkliches Armutszeugnis und ein reines Ego Projekt von Franco Columbu, der zusätzlich noch Drehbuch schrieb, produzierte und vermutlich auch die Brötchen für die Drehpausen geschmiert hat. Offiziell geht es um die Jagd auf einen bösen Drogenboss auf Sardinien, die aber fast zur Nebensache degradiert wird, weil Columbu lieber einen Werbespot über seine Heimat drehte. Ständig verzettelt sich die dünne Plotte in unnötige und langweilige Nebensequenzen. So dürfen wir den Steroidbomber beim Volkstanz, zweimal in der Muckibude beim trainieren, als Sänger und bei einem langen Kirchenbesuch bewundern. Dazu kommen ein Fußballspiel und ein Boxkampf, die so fake und unnatürlich wirken, wie ein nervöser Erstrundenkandidat bei DSDS. Es ist alles so bla und für die Handlung überflüssig, das sich das Geschehen wie alter Kaugimmi dahinzieht.
Aber auch wenns ans Eingemachte geht stimmt nichts, die Shootouts sind lahm und sichtbar mit Platzpatronen ausgeführt, die Darsteller overacten und sind auch sonst unter aller Kanone. Das Storytelling ist lahm und sobald mal ein Anflug von Spannung aufzukommen droht, wird flugs wieder irgendwelches Heimatkolotit eingeblendet, das mit der Handlund nada zu tun hat. Selbst der Showdown am Strand ist lieblos zusammengestümpert. Berettas Island ist insgesamt ein ganz furchtbares Erlebnis ohne Höhe-, aber mit um so mehr Tiefpunkten. Versenkt das Master Tape von mir aus in der Adria.
2/10

Details
Ähnliche Filme