John Wayne steigt wieder auf den Gaul. Diesmal muss er als Großvater Big Jake McChandles einen seiner Enkel retten. Banditen haben ihn entführt und verlangen nun die stolze Summe von 1 Million. Von seiner schwer reichen Ex Frau (Maureen O'Hara)verstoßen, wird Big Jake nun zu Hilfe gerufen. Mittlerweile schreiben wir allerdings das Jahr 1909 und so warten auf den Jake McChandle schon Autos, Motorräder und automatische Waffen. Doch Big Jake braucht keine von diesen modernen Spielsachen. Gemeinsam mit seinem Indianerfreund sowie zwei seiner Söhne macht er sich auf den Weg nach Mexico.
Fast könnten man diesen Film auch John Wayne trifft auf Wild Bunch nennen. So ähnlich wirken die Banditen auf die John Wayne in Mexico trifft. Zu Beginn des Films werden die Gangster auch interessanterweise recht ausführlich vorgestellt. Der Vorspann, in dem gezeigt wird was so alles 1909 los war, soll schon zeigen dass der Wilde Westen anscheinend am Ende ist. Doch John Wayne's Figur haltet noch einmal die alten Werte hoch. Wenn seine Söhne nicht parieren werden schon mal Fausthiebe ausgeteilt. Durchaus mit Humor und Witz wird die ganze Geschichte erzählt. Als Großmutter McChandles (Maureen O'Hara) erklärt wird welche Behördengänge nun für den Fall notwendig sind, sagt sie: "Das erfordert einen ganz besonders unangenehmen und harten Mann". Klar dass kann nur Jake McChandle alias John Wayne sein. Warum Big Jake sich allerdings jahrelang von seiner Familie ferngehalten hat, wird nicht so ganz erklärt. Nicht nur Großvater und Großmutter haben ein kühles Verhältnis auch zwischen Großeltern und den Söhnen und Enkeln wirkt es etwas zu wenig gefühlvoll.
Dass auch bei John Wayne Italowestern und Peckinpah (u.a.) ihre Spuren hinterlassen haben zeigt dieser Film. Selten dass bei einem John Wayne Western soviel Filmblut fließt wie hier. Dazu kommt Zynismus, Witze über John Waynes Alter, und jede Menge Gewalt. Die Schießerei zu Beginn könnte aus einem Italowestern entstammen. Auch der immer wieder kehrende Satz zu Big Jake. „Ich dachte sie sind tot" sorgt für Heiterkeit. Eine Szene wirkt allerdings seltsam. Jake McChandel will mit seinen Leuten in einem Hotel ein Zimmer. Dem Indianer wird gesagt, dass Indianer unerwünscht sind und keine Zimmer bekommen. Da tauchen 2 Chinesen auf die offensichtlich Gäste im Hotel sind. Jake McChandle und der Indianer schütteln ihre Köpfe. So als ob man sich wundert wieso Chinesen ein Zimmer bekommen und die Ureinwohner aber nicht. Diese Szene ist wohl ziemlich real für 1909, wirkt aber etwas befremdlich.
Zwar ist in diesem Film der "Duke" nicht mehr der Jüngste (64), doch es macht noch Spaß ihm zuzuschauen. Seine Präsenz rettet die eher durchschnittliche Geschichte, samt Seitenhiebe auf die „moderne Technik". Inhaltliche Fehler und Logikbrüche lassen sich allerdings nicht übersehen. Dafür gibt es aber jede Menge Schusswechsel und Faustschläge. Unterhaltsamer recht brutaler Spät John Wayne Western.