"In der Hölle dreht sich alles um Wiederholung!"
Gruesome
Die Kassiererin Claire Parker hat gerade ihre Schicht hinter sich gebracht. Sie wartet vor ihrer Arbeitsstelle auf ihren Freund Jimmy, der sie abholen soll. Doch nicht Jimmy kommt vorbei, sondern jemand der sich "Duke" nennt und behauptet ein Freund von Jimmy zu sein. Er sagt Jimmy hätte ihn geschickt, um sie nach Hause zu fahren. Claire steigt ein, doch merkt schon bald das es ein Fehler war. Duke bringt sie in Bedrängnis und folgt ihr sogar bis nach Hause. Dort bringt er sie kaltblütig um. Die Kassiererin Claire Parker hat gerade ihre Schicht hinter sich gebracht. Sie wartet vor ihrer Arbeitsstelle auf ihren Freund Jimmy .....
Das Regie-Gespann Jeff und Josh Crook beweisen mit "Gruesome" eindrucksvoll, das es nicht unbedingt ein Budget in Millionen-Höhe braucht um einen guten Film zu drehen. Alles was man braucht ist eine gute Idee, ein gewisses Maß an Talent und ein paar passable Darsteller.
Der erste Punk ist schonmal vorhanden. Die Idee, das Prinzip von Filmen wie "Und täglich grüßt das Murmeltier" in einem Horrorfilm umzusetzen, funktioniert einwandfrei. Hier ist es nicht Bill Murray der sich immer wieder mit den gleichen Nervensägen rumschlagen muss, sondern die junge Claire die immer und immer wieder ihren eigenen grausamen Tod erlebt. Der ist dann auch, dem Titel entsprechend, ziemlich hart ausgefallen. Die Szene in der die Hauptdarstellerin bei lebendigem Leib, das Gesicht abgehäutet bekommt, stellt dabei den Höhepunkt der Qualen dar. Gorehounds sollten allerdings nicht zuviel Erwarten, da es gesamtheitlich gesehen relativ wenig splattert. Viel mehr wird die Zeit dazu genutzt eine nervenzerfetzende Atmosphäre aufzubauen. Dazu bedient sich das Regieduo, vor allem an alt hergebrachten Mitteln, wie Gesichter im Schatten, herumhuschende Gestalten auf der Überwachungskamera, bedrohliche Musik und geschickt gemachte Kameraeinstellungen. Das Thema Talent wäre damit eigentlich auch abgehakt. Problematisch wirds dann allerdings bei den Darstellern. Kann der Killer (Chris Ferry), mit seinem minimalistischen Spiel voll überzeugen, kommt die Hauptdarstellerin (Lauren Currie Lewis) nur langsam in den Film. Zu Beginn wirkt sie relativ blass. Erst gegen Ende nimmt man ihr das verfolgte Mädchen erst richtig ab. Da es ihre erste Filmrolle war, mag man ihr das aber verzeihen. Der restliche Cast besteht, bis auf die Mutter und den Boyfriend, nur aus Statisten und Kleinst-Sprechrollen, die nicht weiterhin erwähenswert sind.
Die Gebrüder Crook, haben hier einen wirklich empfehlenswerten Low-Budget Horror-Film abgeliefert, der frischen Wind in das abgestumpfte Genre bringt. Besonders Freunde innovativer Story-Twists, dürften hier ihre Freude dran haben.
7/10