Alyssa Milano in einem Film vor ihrer "Charmed"-Zeit - Ähnlich wie auch in "Duplicate" (aka "Poison Ivy 2") von 1995, zeigt sie sich in "Nosferatu - Vampirische Leidenschaft" von ihrer sehr freizügigen Seite. Oben-Ohne-Auftritte werden also in respektabler Anzahl garantiert. Doch das ist kein, höchstens ein minimaler Grund, diese erotische Nosferatu-Variante nicht zu zerreißen, denn so gut wie fast alle relevanten filmischen Komponenten liegen hier blank am Boden. Die Story ist schnell erzählt: Man nehme einen Blutsauger, der nur noch ein paar Tage Zeit hat, bevor er, warum auch immer, in den ewigen Schlaf fällt und dazu ein jungfräuliches, fast 18-jähriges Mädchen (Alyssa Milano), eine Reinkarnation der einstigen großen Liebe des Vampirs. Diese Charlotte muss unseren schlaffen Blutsauger lieben, damit dieser weiter leben kann. So dünn wie es klingt, ist das Resultat dann auch.
Mehr ausgefüllt wird die Handlung in der Praxis schließlich noch mit dem geschickt eingewobenen Entjungferungsstrang, denn so einige andere Herren wollen die scheinbar unschuldige Charlotte vor dem Vampir flach legen - wie originell. Spannung, Atmosphäre, sowie wie eventuell blutige Effekte kann man bei diesem völlig harmlosen Streifen gleich in den Wind schießen. Billige, pseudoatmosphärische Musik ergänzt den Mist bis nur noch die Schauspieler übrig bleiben. Wer jetzt keine oscarverdächtigen Leistungen erwartet, hat natürlich Recht. Martin Kemp agiert als Vampir ohne Biss und Alyssa Milano reduziert sich im Prinzip selbst nur auf ihren Körper. Ob bei diesem langweiligen Menügang namens "Nosferatu - Vampirische Leidenschaft" überhaupt etwas genießbares herausspringt, ist fraglich - vielleicht die Tittensuppe. (Noch 2/10 Punkten)