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Die Werwolfsaga um das Tier will einfach kein Ende nehmen. Sorgte die bis jetzt einzige, dafür aber äußerst amüsante Fortsetzung zu "American Werewolf" noch für gepflegte Unterhaltung und die "Ginger Snaps"-Reihe bis zuletzt  für einen recht zufriedenen Fan, ist "Howling" nur ein weiteres trauriges Resultat für Produzenten, die es sich in den Kopf gesetzt haben zu einem ohnehin nicht überragenden Original etliche weitere Teile zu drehen, ähnlich wie bei "Kinder des Zorns", "Puppetmaster" oder "Freitag der 13.".

Nach dem wirklich gähnend langweiligen sechsten Aufgusses des mondsüchtigen Biestes mit "Passagier 57"-Bösewicht Bruce Payne wurde es Zeit für was Neues, und siehe da, die konstante Berg- und Talfahrt von " Howling" geht beständig weiter. Es geht langsam, aber nur sehr langsam wieder bergauf. Der Gipfel liegt aber schon lange hinter uns.

"Howling VII" ist, man höre und staune, irgendwo im Neo-Western angesiedelt. Tatsächlich ist "Howling VII" fast ausschließlich diesem zuzuordnen, wenn auch nicht im professionellen Sinne. Einige recht coole Sprüche sorgen zwar nicht für Gänsehaut, dafür aber für die leichte Belustigung des Publikums. Sehr auffällig ist die Songauswahl die man hier getroffen hat. Es ertönt fast ununterbrochen Country-Musik, nicht zu vergessen natürlich die andauernde Schleichwerbung für George Jones.

Eigentlich ist "Howling VII" sogar eine ganz lustige Angelenheit, mal abgesehen von einigen kleineren Ärgernissen, und doch ist der Film letzendlich nichts halbes und nichts ganzes. Man kommt sich einwenig veräppelt vor. Eigentlich möchte sich Mann einen Werwolffilm ansehen, doch statt einer solchen Kreatur bekommt Mann nur einen Haufen saufender Cowboys in einem verschlafenen Nest namens Pioneer Town. Da könnte ich mir genau so gut in einer Kneipe ein Bier bestellen und bekomme schließlich Wasser.

Kann man darüber vielleicht noch gutmütig hinwegschmunzeln, bringt das Finale dieses nicht sehr grandiosen Films dann jedoch die endgültige Offenbarung. Nicht nur das das Ganze mit einer unglaublichen Abruptheit erfolgt, es ist auch noch dermaßen unglaubwürdig und an den Haaren herbei gezogen, dass man sich zwangsläufig fragen muss, was das soll.

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