Irgendwann muss doch mal Schluss sein, doch damit man die "Howling"-Reihe nicht so schnell vergisst, hebt man sich das mit Abstand mieseste Sequel für den Schluss auf. Nach "Howling VI: The Freaks" gönnte man dem geplagten Zuschauer eine vierjährige Pause, bevor Clive Turner, der schon als Darsteller eine Nebenrolle in "Howling III, Howling V" und "Howling VI" ausfüllte, die Werwolfreihe entgültig in die Kloake tunkt. Immerhin war der Gute tätig, denn neben Regie und Drehbuch übernahm er auch die Hauptrolle. Doch "Howling VII: New Moon Rising" hat nicht die geringste Daseinsberechtigung, ist aber ein heißer Kandidat für die Kategorie "Die schlechtesten Filme aller Zeiten".
Der Herumtreiber Ted Smith (Clive Turner) landet mit seinem Motorrad im Wüstennest Pioneer Town, wo er einen Job bei Harriet (Harriet Allen) und Pappy (Claude Allen) ergattert. Doch mit Teds Ankunft beginnt eine Mordserie in dem kleinen Kaff. Erst sind es nur Tiere, die man verstümmelt vorfindet, doch bald sind es Menschen. Und jeglicher Verdacht fällt auf Ted, vor allem weil er sich mit dem letzten Opfer noch gestritten hat. Derweil versuchen der Prediger John (Jack Huff) und ein Detective (John Ramsden) den Mörder zu entlarven, beide sind sich bald sicher, dass ein Werwolf sein Umwesen in Pioneer Town treibt. Sie stoßen auf eine grauenvolle Geschichte, die sich vor langer Zeit auf einem Schloss in Ungarn ereignete, auch Ted war in die Sache verwickelt. Viel Zeit bleibt ihnen nicht mehr, denn der nächste Vollmond kommt bald.
Schon mal einen Werwolffilm ohne Werwölfe gesehen ? Dann lasst euch diese Gelegenheit nicht entgehen, denn "Howling VII: New Moon Rising" lag ein noch geringeres Budget zu Grunde, als bei den Vorgängern. Somit beschränken sich die Szenen wo man einen Werwolf zu Gesicht bekommt auf ein paar Sekunden. Die Story knüpft ein wenig an den Vorgänger an und bindet auch die Hauptfigur aus "Howling IV: The Original Nightmare" mit ein, nämlich die Bestseller-Autorin Mary. Trotzdem ist der Plot eine einzige Katastrophe, schließlich wird auch noch die Handlung von "Howling V" mit eingebunden. Sie beschreibt das tragisches Ereignis in Ungarn, wo einige Touristen in einem Schloss zu Tode kamen, einer trug den Fluch des Werwolfes mit sich und treibt nun sein Umwesen in Pioneer Town. Ist es etwa Ted, oder doch ein Einwohner den man nicht vermutet ? Viel zu offensichtlich wird der Verdacht zu Beginn auf Ted gelenkt, der aus einem guten Grund in Pioneer Town gelandet ist. Doch das Ganze interessiert nicht die Bohne und langweilt spätestens nach den ersten zehn Minuten. Es passiert mal wieder gar nichts, der Großteil des Films spielt in einer verrauchten Kneipe. Dort lässt man sich jeden tag volllaufen, tanzt zu nerviger Country Musik und reißt blöde Zoten, über die nicht mal ein Kind lachen würde.
Dazwischen schwenkt Turner immer wieder zu Prediger John und einem Detective. Die hocken sich immer nur gegenüber und labern sich voll, anstatt zu handeln. Erst in den letzten paar Minuten kommen die Beiden in die Gänge, ihre vorherigen Konversationen sind dermaßen belanglos und langweilig, dass man ohne etwas zu verpassen die Vorspultaste betätigen kann. Überhaupt wünscht man sich schnell "Howling VII" nie in den Player gelegt zu haben, denn ausser hirnverbrannten Dialogen und abgrundtief schlechten Darstellern hat dieses Sequel nichts zu bieten. Der Bodycount bleibt extrem niedrig, die Morde verlaufen stets unblutig, die Rückblenden zu "Howling IV" dürften wohl das beste am Film sein, hier darf noch mal Steve Johnsons schleimige Werwolfverwandlung gesichtet werden. Wer nun der Werwolf tatsächlich ist, überrascht in keinster Weise, desweiteren werden wir Zeuge der schlechtesten und schnellsten Verwandlungsszene, da vergeht einem das Grinsen dann entgültig. Clive Turner sollte man wirklich zum Mond schießen, seine Performance als langhaariger Möchtegern Cowboy ist eine einzige Lachnummer, doch seine Kollegen sind ebenfalls ein Zustand, null Ausstrahlung, keine Anzeichen von Talent.
Die neunzig Minuten kommen einem wie eine Ewigkeit vor, denn hier gibt es nichts Positives zu berichten. Langeweile pur, eine doofe Story, nicht mal der Ansatz von Spannung und obendrein eine nervige Countrymucke. Die Dialoge scheint man im völligen Rauschzustand verzapft zu haben, die Darsteller sind unterste Schublade und die Sets sind einfach zu billig. Dagegen kommen einem die unterirdischen Vorgänger direkt gut vor.