Ein fremder Biker gelangt in das kleine amerikanische Dorf Pioneer Town. Als erste Morde geschehen und das Vieh der Farmer gerissen wird, gerät der Fremde schnell in Verdacht, für die Morde verantwortlich - und ein Werwolf zu sein. Doch der wirkliche Werwolf beobachtet die Szenerie.
Ohne den fünften Teil gesehen zu haben, kann man eigentlich sagen, das die Howling Reihe spätestens nach Teil zwei ein Fall für die Abwrackprämie war. Die folgenden Sequels waren inhaltlich ohne jeden Zusammenhang und qualitativ ziemlicher Dünnpfiff. Howling VII ist der (vorerst) letzte Teil der Saga und zu Beginn möchte ich gleich mal ein Fleißkärtchen verteilen, das man sich hier daran versucht, die ganzen losen Fäden, die die Vorgänger ab Teil drei ausgelegt haben zu einem schlüssigen Endergebnis zu verknüpfen. Dieses Konzept ging zwar gründlich in die Hosen, aber der Scriptwriter gab sich immerhin Mühe. Dieser Writer ist ein gewisser Clive Turner, der hier nebenbei Regie führt, im Schneideraum aktiv war, als Produzent fungierte und ratet mal wer die Hauptrolle spielt. Muß auf jeden Fall sehr viel Platz beim Dreh gewesen sein, wahrscheinlich hat er auch die Brötchen geschmiert und die Kabel getragen. Derlei Ego Projekte sind eigentlich noch selten gutgegangen.
Folgerichtig ist der Film ein ziemlicher Schuß in den Ofen. Der größte Bock den sich Mr. Turner geleistet hat ist der, einen Werwolffilm ohne Werwölfe zu drehen. Die für diesen Teil gedrehten Wolfszenen belaufen sich in der FSK 16 Version auf nicht mal eine Minute. Selbst die klassischen Verwandlungsszenen mit denen einst Joe Dante berechtigten Applaus erntete sind durch lächerliche Computer Morphing Effekte ersetzt worden. Die ersten 70 (von knapp 90)Minuten des Films läßt sich gar überhaupt kein Lycanthrop, außer in Flashbacks der Prequels, sehen. In der Schule würde man sagen, Thema verfehlt, setzen, Note 6. Bis dahin darf man sich als Zuschauer durch ellenlange Passagen hindurchschlafen, es sei denn man interessiert sich für Dauer-Country-Beschallung oder Synchrontanzwettbewerbe in dunklen Schuppen, dies wird nämlich bis zum erbrechen in Endlosschleife durchexerziert. Sollen das etwa die "fulminante Fortsetzung" sein, die einem das Cover verzweifelt versucht zu suggerieren?
Die Noname Darsteller sind dabei wenigstens noch einigermaßen zu ertragen und auch der gewollte Humor zündet ab und zu. Dennoch wurde berechtigterweise nach dieem Werk der Sargdeckel endgültig über der Howling Reihe geschlossen. Ein Remake oder Reimaging ist nicht mehr von Nöten.
2/10