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Fünf junge Leute machen Urlaub in Japan. Dort wollen sie so richtig auf den Putz hauen. In einer Karaoke-Bar kommt es zu einer kleinen Auseinandersetzung zwischen einem Yakuza-Boss und seinen Männern. Bevor sich das ganze zuspitzt, hören die fünf Freunde auf den Rat eines Einheimischen, in Wahrheit ein Undercover-Polizist, und gehen. Aber anstatt zurück ins Hotel zu gehen, besuchen sie ein schmutziges Sexkino. Doch sie ahnen nicht, in was für eine Falle sie geraten sind, in einen Alptraum aus Sex und Gewalt. Ihre einzige Hoffnung: Der Undercover-Polizist.

Ohne jetzt dem Film selbst zu Leide zu rücken, aber so Streifen wie Live Feed finde ich einfach zum Kotzen. Das sind einfach hirnlose Nachahmerprodukte, da jeder Honk heutzutage meint, mit null Kohle, Schlachtereiabfällen, eimerweise Kunstblut und ein paar Mädels die sich willig den Schlüpper auf Halbmast ziehen seine eigene Schmierversion von Hostel abzudrehen und sich feiern zu lassen.
Hier verlagert sich das Gemetzel nach Hong Kong (da darf man auch auf dem Markt live Hunde schlachten, wie man uns verrät), wo sich fünf US-Touristen unabsichtlich mit einem Triadenboss anlegen, was noch selten eine gute Idee war. Dieser revanchiert sich bei den Laiendarstellern (meinen Segen hat er), in dem er sie in einem heruntergekommenen Pornokino auf möglichst brutalste Weise in die jeweiligen Einzelteile zerlegt.
Ok, mal nüchtern betrachtet, was hat jetzt Live Feed zu bieten. Eine Drehbuch oder eine handelsübliche Dramaturgie konnte ich nicht erkennen, hab allerdings auch da ausgeschaltet, als man einer der Tussen eine Plexiröhre in den Mage schob um dann dort eine Schlange einzuführen (wer sich an sowas ergötzen mag hat meinen Segen und gleichzeitig mein Beileid). Von Horror oder Atmosphäre ist ebenfalls keine Spur, außer man bezeichnet vollgesudelte Fickzimmer und Klos mit sichtbaren Hardcore Postern als solche. Schade auch, das man kein Geld für miese Darsteller hatte, denn dieser Nulpenhaufen gehört in noch einer tieferen Region angesiedelt, deren Namen man aber noch erfinden müßte.
Man versucht sich eigentlich nur im sinnlosen Rumgesudele nach dem Motto, kuck mal wie eklig ich sein kann. Torture Snuff für Freunde von Fesselspielchen und Folterphantasien. Kann sich ja von mir aus wirklich anschauen wer mag und ich will jetzt auch nicht den (ohnehin nicht vorhandenen) Moralapostel raushängen lassen, aber für mich ist das einfach kranker Mist. Selbst damit könnte man ja noch leben, wenn es wenigstens in einer sinnvollen Handlung eingebunden wäre, aber nur schmoddern um des schmodderns willen ist einfach nicht mein Ding.
1/10

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