Eine Gruppe hässlicher deutscher Dorfprolls diskutiert darüber ob sie durch eine sandige Wegstrecke, mit Plastikschild als Minenfeld ausgegeben, gehen soll, oder sich den Zombies zum Fraß stellen soll. Weil Oberproll äh... Boss das Sagen hat, gehen sie durchs Minenfeld, doch die Pfeife wird bald von einem Zombie gebissen und dreht durch. Das Minenfeld und Bettlaken, getarnt als Gedärm färben sich rot. Ein blutiges Massaker zwischen Dorftrotteln und überschminkten Zurückgebliebenen, die Fastnacht im Sommer spielen.
Jetzt mal ehrlich. Der Zombiefilm ist inhaltlich wohl das einfachste, was ein Nachwuchsregisseur umzusetzen braucht und hat. Nicht ohne Grund versuchen sich die Meisten auch gerade deswegen daran, aber auch ohnehin scheint die Faszination dieses Untergenres dieser menschenfressenden Untoten besondere Faszination bei den Konsumenten und Machern auszulösen. Nicht ohne Grund, denn gerade in diesem Bereich liegt der Grundstein für splattrig explizite Sauereien, also berechtigt für jene Filmemacher der amateurhaften Art, wenn sie ihre Ambition an Effektstudien und selbstzweckhafter Gewalt mit solchen Filmen rechtfertigen können und dürfen. In Spielfilmlänge, zumindest was den Amateursektor geht das wirklich selten gut, sofern man von dem Genre nicht schon allzu sehr und oft bedient wurde. Filme wie Zombie 90, Die scheiss blutigen Zombies & Kettensägenzombies bewiesen dabei generell Storyarmut, ihre einzige Daseinsberechtigung lag grundlegend in den schmoddrigen und billigen Effekten und in der Tatsache hiermit die ersten Gehversuche zu starten. Das mag zwar irgendwo okay sein, wirklich sehen möchte diesen wirklich dämlichen Mist aber wirklich keiner, zumindest nicht so.
Dieser Ableger, hier, auf der DVD zu Zombie: The Resurrection, enthalten, schafft das einigermaßen, schliesslich ist er nur 7 Minuten lang und bietet nicht viel Raum für Analyse, ist insofern auch weniger kritikfähig als eben genannter Film, qualitativ gesehen sicherlich gleichwertig, aber Zombie: The Resurrection in Spielfilmlänge mit Handlung, rein filmtechnisch unter aller Sau, aber vorallem ermüdend hirnlos und einfältig. Einfältig ist The Mission zwar auch, ist aber aufgrund seiner kurzen Spieldauer erträglich und sehenswert, gibt er einen recht unterhaltsamen Einblick in das ambitionierte Schaffen dieser Macher. Hirnlos, einfältig und billig ist das zwar auch, aber vorwerfen kann man da nichts, ausser dass die Effekte indes eher billig und durchschaubar wirken. Schockierend geht auch anders, denn rot eingefärbte Bettlaken als Gedärm und schlecht geschminkte Zombies wirken nicht gerade bedrohlich.
Fazit:
Lieber mehr Zombiekurzfilme mit gehaltvollem Dauergore, anstatt der immerwährende zweifelhafte Versuch mit Untotenhorror in Spielfilmlänge überzeugen zu können. Solche kurzweilig für den Moment unterhaltsamen Appetithäppchen sind zwar schneller vergessen, bringen den deutschen Amateurfilm aber nicht so in Verruf.
56%