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Acht jugendliche Strafgefangene sollen unter Aufsicht des Ex-Cops Frank Williams (Steven Vidler) ein heruntergekommenes Hotel renovieren, um evtl. Strafmilderung zu erlangen. Williams übt diesen Job aus, seitdem er seinen Partner und seinen Arm bei einer Routine-Hausdurchsuchung durch einen Berg von Psychopathen names Jacob Goodnight (Profi-Wrestler Kane) verloren hat.
Die Arbeit im Hotel geht ganz gut voran, natürlich wollen die Jugendlichen dabei ihren Spaß haben, saufen und vögeln, doch leider ist dieses heruntergekommene Hotel auch das Zuhause von Jacob Goodnight...

"See No Evil" wurde der typische Slasher im "Halloween"-Stil, zugegeben, es wurde dreist aus anderen Filmen geklaut (vorallem die Schluss-Pointe, bzw. das Täter-Motiv), aber ansonsten macht Regisseur Gregory Dark alles richtig. Die Straftäter samt mitgereistem "Personal" erhalten die nötige Tiefe die ein Slasher-Film braucht: Eine nette Einführung der Charaktere, dass man wenigstens für manche/viele Mitgefühl entwickeln kann und nur den wenigsten den Tod wünscht. Lieber diese Schiene fahren, als 60 Minuten die Charaktere vorzustellen und einzuschlafen, für nachher auf dem Film rumzuhacken, dass er sich viel zu viel Zeit lässt für in Fahrt zu kommen.
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Die Dialoge handeln sich meistens  ums Poppen bzw. Teenager-Gelüste/-Probleme, aber ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass mich davon irgendwelche Dialoge nervten. Wenn ich mal im Vergleich den sau dämlichen  "Dark Ride" nennen dürfte, müssten die Dialoge und Schauspieler von "See no Evil" alle ´nen Oscar abstauben.

Auch bei der Location gibt sich der Film keine Blöße, das heruntergekommene Hotel, das unheimlich, finster und vergammelt wirkt, wurde hervorragend ausgewählt. Alles ist feucht, von Ungeziefer befallen und jeden Moment wartet man darauf, dass die Bude einstürzt. Nett und frisch in dem Genre kann ich nur anmerken...

Die Hauptattraktion, die den Film im Endeffekt ausmachen, sind dann der Killer und die herrlich brutalen Morde. Wer Kane als Wrestler kennt, weiß, dass er sich eigentlich nur selber spielt und keine Ambitionen zur Schauspielkunst hat - aber genau in diesem Genre ist er gut aufgehoben und selten hab ich einen furchteinflößenderen Psychopathen gesehen. Die Kills sind meisten ziemlich blutig, der Killer bevorzugt eine Stahlkette mit Haken  und sammelt als Trophäen die Augäpfel seiner Opfer (Hallo Mr. Predator!).  Anzumerken sei, dass trotz des "Uncut"-Covers der Film um eine Szene erleichtert wurde, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt.

"See no Evil"  ist seit langer Zeit nach "Venom" (Entschuldigung, falls ich einen dazwischen jetzt vergesse) ein Slasher, der Slasher-Fans das gibt, was diese an Filme dieses Genres an  Anforderung stellen: Eins ordentlich in die Fresse, blutige Kills, halbwegs manierliche agierende Teenager, einen Psychopathen der seinesgleichen sucht, eine perfekte Location und dies garniert ohne Längen.

Natürlich erfindet  "See no Evil" das Genre nicht neu und klaut hier und da, aber mein Gott, der höllische  Spaß, den ich beim Anschauen hatte, war es mir wert da drüber hinwegzusehen.

8,5/10

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