Bei „Candyman – Day of the Dead“ handelt es sich um den schwachen dritten Teil der Reihe, welcher dieses Mal von Beginn an direct-to-video produziert wurde, was man dem Film auch leider recht deutlich ansieht:
Die Produktionsnotizen der US-DVD geben Auskunft darüber, daß der Film mit einem sehr begrenzen Budget in nur 20 Tagen fertig gestellt wurde (man konnte sich selbst Nachtdrehs wegen der aufwändigen Beleuchtung nicht leisten, weshalb man alles bei Tag in abgedunkelten Locations drehte).
Von dem ursprünglichen Talent eines Clive Barkers (= Originalstory) oder eines kreativen Filmemachers wie Bernhard Rose (= Regie bei Teil eins) ist hier so gut wie gar nichts mehr übrig ... nur Tony Todd überzeugt ein weiteres Mal in der Titelrolle und beschert dem Film so einige positive Momente.
Die Story um die Ur-Enkelin des Candyman ist gar nicht mal uninteressant, da auch auf die Hintergründe in der Malerei eingegangen wird, doch eine uninspirierte Regie, budget-bedingte schlechte F/X und hölzerne Darsteller aus der zweiten und dritten Reihe lassen den Film nie auch nur annähernd zu seinem Potential heranwachsen ... Gore-Fans können sich jedoch an einigen sehr blutigen Szenen „erfreuen“.
Neben der spannungslosen und bestenfalls routinierten Inszenierung ist es vor allem die völlig talentfreie Hauptdarstellerin Donna D´Errico (aus „Baywatch“ = kein Scherz, paßt aber!), die zu keiner Sekunde glaubwürdig in die Fußstapfen von Virginia Madsen und Kelly Rowan treten kann, welche den Gesamteindruck des Films noch weiter nach unten zieht.
Als Fazit kann man also zusammenfassen: Blutige, aber schwache und enttäuschende zweite Fortsetzung, die die Faszination für die von Clive Barker erschaffene Figur des Candymans sträflich vermissen läßt ... 3 von 10.