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Wissenschaftler David Koch ist entsetzt, denn seine Forschungsdaten belegen unzweifelhaft, das die rapide Abkühlung der Atmosphäre nur noch eine Frage von Stunden ist. Zunächst schenkt ihm niemand Glauben. Erst als das subtropische Miami von Schneestürmen heimgesucht wird, wachen die Behörden auf.


Wieder einmal versucht uns ein TV-Spielfilm den Untergang der Welt schmackhaft. Diesmal dreht sich mir nix dir nix die Erdpolarität (aber immerhin so zuvorkommend das sie zeitlich auf die Sekunde meßbar ist) irgendwie um, so daß südlich und nördlich des 30. Breitengrades statt tropischen nun eisige Verhältnisse von -273° Celsius einstellen, also der absolut meßbare Nullpunkt. Wer sich jetzt denkt, den ganzen Schmonzes hab ich doch schonmal gehört, der hat vermutlich irgendwann mal The Day after tomorrow gesehen haben, die Story ist nämlich dieselbe, hoffentlich hat der Scripter nicht zuviel Gage bekommen. Dafür mal eine Frage an den deutschen Titeltexter, äh sorry Meister, eiskalt wie die Hölle ist wohl einer der dämlichsten und zugleich in sich widersprüchlichsten Filmtitel, die ich je gehört habe.
Nach einer lauen Pre Title Sequenz, steigen wir gleich mal fröhlich in eine Arktis Expedition ein, bei der irgendwelche Langhaarigen fröhlich im Hawai Hemd draußen grillen und auch Expeditionsteilnehmer niemals Erfrierungen im Gesicht haben, ja noch nicht mal der Atem beschlägt, fast könnte man meinen das da doch tatsächlich im Studio gedreht wurde. Egal jedenfalls geht die Expedition beinahe zur Gänze tot und unser heldenhafter Chefwissenschaftler versucht nun die Welt zu überzeugen, das süd- und nördlich des näheren Äquator mindesten eine Eisapokalypse, wenn nicht sogar schlimmeres droht. Ehrensache natürlich das ihm kein Mensch glauben, so weit die Story so abgenudelt ist sie auch.
So trudelt der Film mehr oder (meist) weniger vor sich hin. Natürlich gibts noch den gesetzlich vorgeschriebenen Human BlaBla, so ist die Ex des Helden jetzt mit seinem Kumpel zusammen den es jedoch bald erwischt, so müssen die beiden als Team die Probleme zusammen mit zwei balzenden Studenten und kitschigen Dialogen angehen. Ich frag mich wirjlich obs auch mal ein Film dieser Sorte ohne dieses oberflächliche menschelnde Dramageheische gibt, hab die Hoffnung aber beinahe aufgegeben mittlerweile.
Darsteller leisten dann auch eine dementsprechende wenig berauschende Leistung ab, lustig ist es allerdings schon wie faszinierend unaufgeregt die Komparsen staunen als im Hafen von Miami ein Rieseneisberg vorbeischwimmt, naja kommt da vielleicht öfter vor, war noch nie da. Jeff Fahey zumindest wirds gefreut haben das er auch mal ne Hauptrolle spielen durfte. Immerhin bekommen wir noch einen passablen Showdown präsentiert, der jedoch nichts daran ändert, das eiskalt wie die Hölle (glglglgl dieser Titel, arghh) nichts weiter als ein laues Lüftchen im Katastrophenfilmhimmel ist.
3/10

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