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Nach "In Hell" und "Wake of Death" sah es kurzfristig danach als würde Van Damme in reiferen Jahren durchaus nochmal zu Hochform auflaufen. SECOND IN COMMAND begräbt diese Hoffnung jedoch bereits nach wenigen Minuten und gehört zu den Filmen, bei denen man schon gleich zu Beginn dank unbeholfener Einführung, billigster Optik und dürftiger Inszenierung weiß: das wird nichts! Unruhen in Moldavien, Aufständische rebellieren, der Präsident sucht in der US-Botschaft Zuflucht, wo sich Van Damme bald nicht nur mit den Aufständischen rumschlagen darf, sondern auch beim Kompetenzgerangel innerhalb der Botschaft beweisen muss. Die Ausgangssituation einer Belagerung ist zwar nicht gerade das originellste, aber zwangsläufig auch nicht das schlechteste Szenario für einen Actionfilm dieser Klasse. Leider aber ist die Action völlig uninspiriert und unspektakulär auf TV Niveau inszeniert, leider fehlen Spannung und Dramatik komplett, leider zieht die billige Synchronisation die ohnehin schlechten Dialoge noch mal ein ganzen Stück nach unten. Dazwischen steht ein blasser Van Damme, dem weder das Buch, noch die Regie auch nur eine einzige "geile" Actionszene gönnt, dafür aber eine der unglaubwürdigsten und peinlichsten (Anti-)Liebesgeschichten seit langem aufs Auge drückt. Die stets unruhige Wackelkamera versucht vergeblich, die billige Gesamt-Optik zu kaschieren und nervt konsequent, da man auch in völlig statischen Dialogen nicht von dem Konzept ablässt sondern offenbar fest davon überzeugt ist, dem Ganzen so etwas Tempo einhauchen zu können. Mit diesem Werk hat Van Damme definitiv den B-Film-Thron wieder an seinen Kollegen Dolph Lundgren abgegeben, der mit THE MECHANIK zuletzt äußerst solides Handwerk bewiesen hat - vor und hinter der Kamera.

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