Review

Das ist Hollywoods Gesetz der Serie: wenn ein Film gut läuft, dann braucht man eine Fortsetzung. Das trifft auch auf „Nightmare - Mörderische Träume“ von 1984 zu, welcher heute als Kult-Klassiker des Slasher-Genres gilt und seinerzeit ein Vielfaches seiner Produktionskosten von 1,2 Mio. Dollar im Kino einspielte. So kam es, dass sich eine große Fangemeinde von „Freddy“ bildete und nicht einmal ein Jahr später das erste (eher mäßige) Sequel nachgeknüppelt wurde. Der Erfolg von „Nightmare 2 – Die Rache“ gab den Produzenten aber wieder recht, weswegen (bisher) noch 5 weitere halbwegs passable Fortsetzungen und ein schlicht geniales Crossover („Freddy Vs. Jason“) folgten.

Doch nun zu „Nightmare 2 – Die Rache“ an sich: 5 Jahre nach dem Nancy (aus dem ersten Teil) in dem Haus starb, zieht eine neue Familie um Jesse (Mark Patton) in die 1428 Elm Street ein. Jesse hat Alpträume von einem pizzagesichtigen Mann mit Krallen und bald stellt sich heraus, dass diese Träume Realität werden. Freddy Krueger scheint sich durch Jesse wieder zurück in das Reich der Lebenden bringen zu wollen…
Diese „Geburtsszene“ von Freddy gehört neben den alptraumhaften Anfang des Films um einen verunglückenden Bus zu den wenigen Highlights des Films. Meist erreicht „Nightmare 2“ nur Soap-Niveau, denn wie üblich in Teenie-Slashern spielen auch hier pubertäre Banalitäten eine zu große Rolle. Charismatische Jungdarsteller wie Heather Langenkamp und Johnny Depp sucht man vergebens, stattdessen hat man mit Mark Patton in der Hauptrolle den wohl milchgesichtigsten und untalentiertesten Laiendarsteller des Universums verpflichtet. Auch die anderen Darsteller heben sich nicht von diesem anspruchslosen Niveau ab und bleiben durch die Bank blass. Einziger Lichtblick ist Robert Englund als Freddy, der gewohnt souverän agiert, aber nur etwa eine halbe Stunde im Film zu sehen ist. Diese halbe Stunde ist auch die letzte halbe Stunde von „Nightmare 2“, in der es endlich einmal etwas zur Sache geht und ein bisschen Splatter- und Suspense-Atmosphäre aufkommt. Vorher herrscht in dieser Hinsicht nämlich über weite Strecken tote Hose.

Fazit: Das einzig wirklich Positive an diesem Film ist, dass er nur 80 Minuten dauert – so ist das Elend wenigstens schneller vorbei. Hier ist einfach alles Horror-Durchschnitt: Darsteller, Effekte, Drehbuch. Zumindest ist der 3. Teil besser geraten...

Details
Ähnliche Filme