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Fünf Jahre nach den unheimlichen Vorkommnissen aus Teil eins hat eine neue Familie jenes Haus in der Elm Street bezogen, in dessen Keller einst der Kindermörder Freddy Krueger (Robert Englund) den Feuertod fand. Sohn Jesse (Mark Patton) leidet unter Albträumen, in denen Freddy ihn zu seinem Erfüllungsgehilfen machen will…

Der nach dem überraschenden Erfolg des ersten Teiles eilig auf den Weg gebrachte Nachfolger leidet unter spürbaren atmosphärischen Schwächen, erweist sich als deutlich weniger versiert im Umgang mit der Grammatik der Träume und begeht einige schwere Regelbrüche gegenüber dem Vorgänger, die gerade gegen Ende auf Kosten der Ernsthaftigkeit gehen. Interessant indes bleibt der durchgängig eingeschriebene Subtext, der sich nach den Abnabelungsängsten, die der Vorgänger noch verhandelt hat, eine neue Jugendsorge vorknöpft: Homoerotische Fesselfantasien, Jesses sexuelle Hemmungen gegenüber Mädchen, das zwiespältige Verhältnis zu seinem attraktiven Klassenkameraden, der ihm abwechselnd Qual bereitet und Geborgenheit bietet, und allerlei erotische Gesten und Anspielungen lassen seinen Kampf mit Freddy auch als Auseinandersetzung mit der eigenen sexuellen Orientierung erscheinen, die sich zornig an einer verständnislosen Außenwelt entlädt.

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