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Mark Patton spielt den jungen Jesse Walsh, der in das Haus an der Elm Street zieht, in dem einst Nancy Thompson gegen Freddy Krueger gekämpft hatte. Schnell beginnt Krueger in den Träumen des Jugendlichen zu erscheinen und von diesem Besitz zu ergreifen, bis sich dieser mit seiner Freundin gegen den Killer zu wehren beginnt.

Mit "Nightmare - Mörderische Träume" kreierte Wes Craven einen, wenn nicht den besten Teenie-Slasher aller Zeiten und wie bei allen halbwegs erfolgreichen Filmen des Genres wurde auch hier direkt eine Fortsetzung nachgereicht und wie schon so oft, enttäuscht auch diese. Bis auf einen einigermaßen soliden Unterhaltungswert ist bei "Nightmare 2 - Die Rache" leider nichts drin und genau das, was Craven im ersten Teil richtig machte, macht Jack Sholder im Zweiten falsch und liefert damit den vorläufig schlechtesten Teil der Reihe, den der Dritte und Vierte ganz locker überboten.

Im Wesentlich war es die Regie von Wes Craven, die den Reiz des ersten Teils ausmachte, einen guten Spannungsbogen erzeugte und eine bedrückend düstere Atmosphäre aufbaute. Leider kann Jack Sholder, der hier seinen ersten größeren Film abliefert und auch später mit B-Movies wie "Mortal Kombat: Conquest" und "Wishmaster 2" nicht über dieses Niveau hinauskam nicht mit Craven mithalten. Craven nutzte die alptraumhafte Kulisse und den düsteren Score aus, um eine gespannte Atmosphäre zu erzeugen, was Sholder über weite Strecken nicht gelingt, da sein Film an einer hohen Vorhersehbarkeit krankt und er zu sehr auf Ekelszenen und einen hohen Body Count hinarbeitet. Neben einem höheren Grat an Brutalität lässt die Fortsetzung also einiges vermissen, ist nicht atmosphärisch und damit leider auch nicht spannend genug, um über solide Unterhaltung hinauszukommen.

Cravens schwarzen und teilweise etwas skurrilen Humor bekommt Jack Sholder ähnlich gut auf die Leinwand, bedient sich dabei aber offensichtlich bei seinem Vorgänger. Darüber hinaus merkt man bei ihm nicht Cravens Gespür dafür, seine furchteinflössende Hauptfigur und den stark spielenden Robert Englund in Szene zu setzen. Zudem enthält der Film keine Elemente, die man nicht schon bei anderen Slashern oder bei "Nightmare - Mörderische Träume" gesehen hätte und lässt so einen deutlichen Mangel an Innovation erkennen.

Auch die Story ist nicht sonderlich gut gelungen. Zwar werden der Figur des Freddy Krueger durch die Wiederauferstehung und seine Dialoge mit dem neuen Opfer einige neue Fassetten zugefügt, aber im Großen und Ganzen ändert sich nichts. Die Handlung ist ziemlich vorhersehbar und damit ist der Spannungsbogen leider nicht so hoch, wie er hätte werden können. Die Nebenfiguren sind flach konstruiert und vor allem zum Ende hin macht sich der Film mit immer abstruser werdenden Wendungen absolut lächerlich.

Darstellerisch ist der Film vielleicht sogar ein bisschen besser als der erste Teil geworden. Die Hauptdarsteller nerven nur stellenweise und nicht kontinuierlich mit ihrer aufgesetzten Hysterie und ihrem nervösen Herumgekreische. Darüber hinaus können vor allem Mark Patton als Jugendlicher, von dem Freddy allmählich Besitz ergreift und Kim Myers als dessen engagierte und mutige Freundin überzeugen. Robert Englund meistert die Rolle des Freddy Krueger einmal mehr und zeigt sich mit der abgrundtief bösen und diabolischen Figur komplett verwachsen.

Fazit:
Bis auf den soliden Cast ist "Nightmare 2 - Die Rache" in allen Punkten schlechter als sein Vorgänger. Regisseur Jack Sholder erreicht weder die dichte Atmosphäre noch den Spannungsbogen seines Vorgängers Wes Craven und konzentriert sich lediglich auf Blut und Gedärme, statt aus der vorhersehbaren und flachen Story mehr herauszuholen. Solide Unterhaltung, aber dennoch enttäuschend.

50%

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