Nur ein Jahr nach dem durchschlagenden Erfolg von Teil 1 kam Teil 2 in die Kinos. Dieser ist 5 Jahre danach angesiedelt, was wieder eine merkwürdige Parallele zu Freitag der 13.te ist. Auch hier sind zwischen den ersten beiden Teilen genau 5 Jahre vergangen. Richtig viel Sinn macht das in beiden Fällen allerdings nicht.
In der Elm Street 1428 sind neue Bewohner eingezogen. Eine vierköpfige Familie wohnt jetzt im Gitterhaus der Thompsons.
Der Sohn hat heftige Schlafprobleme, die er absolut nicht deuten kann und findet schon bald ein Tagebuch der Vorbesitzerin...........
Die ersten 30 Minuten des Films sind klasse. Die Eröffnung mit dem Bus ist äußerst sehenswert und man freut sich richtig auf den phantasievollen Traummörder. Anfänglich ist der Film richtig spannend, obwohl nicht viel passiert. Die Träume sind unheimlich und sehr bedrohlich. Vor allem die Wechsel zwischen Traum und Außenaufnahme des Hauses wirken hervorragend. Danach beginnt der Film ein wenig zu verwässern. Jesse ist der einzige der schaurige Träume hat und wird deshalb von seiner Umwelt nicht ganz ernst genommen. Das war schonmal in Teil 1 viel besser, als die Jugendlichen merken das sie alle von demselben Kerl träumen. Aber die Motive von Freddy sind auch diesmal völlig andere. Er will durch Jesse in die Realität gelangen was ihm auch wirklich gelingt. Dadurch verliert er meines Erachtens aber an Spannung, da gerade die Angst vor dem Schlaf die beklemmende Wirkung verursachte. So mordet Freddy etwas uninspiriert auf einer Party einfach den nächstbesten. Das hätten andere Serienkiller auch geschafft. Warum man etwas Einzigartigem die Faszination entzieht, bleibt mir ein Rätsel. Trotzdem ist das Gesehene nicht schlecht. Es gibt einige sehr gute Effekte und auch die Konfrontationen mit Freddy sind gelungen. Die Darsteller machen ihre Sache auch alle ganz passabel, wobei man die meisten auch in anderen Filmen immer mal wieder gesehen hat, ohne sie groß in Erinnerung zu behalten. Zumindest wirken sie symphatisch und sind nicht nur Schlachtvieh. Leider hat man den Originalscore nicht übernommen und eine völlig andere musikalische Untermalung gewählt. Die ist aber ganz okay, nur den Walgesang im Hintergrund fand ich extrem gewöhnungsbedürftig. Zusätzlich nervte mich die sinnlose Information das Nancy aus Teil 1 nicht mehr leben würde, ohne näher darauf einzugehen. Dann hätte man das einfach komplett streichen sollen, da es für diesen Teil absolut uninteressant ist und man sich damit selbst eine Rückkehr von Heather Langenkamp verbaute. Glücklicherweise haben die Macher von Teil 3 das ignoriert.
Insgesamt ist "Die Rache" kein schlechter Vertreter der Reihe aber auch nicht gerade ein Glanzlicht! Fans sollten ihn aber in jedem Fall gesehen haben.