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Der ehemalige Wrestler Buford Pusser kehrt nach Jahren mit seiner Familie zurück in seine Heimatgegend in Tennessee, um sich dort niederzulassen und ein neues Leben abseits des Rings aufzubauen. Doch schon bald merkt er, dass sich in seinem alten Heimatort einiges zum Schlechten gewandelt hat, Glücksspiel, Prostitution, Korruption der Behörden, Schwarzbrennerei etc. beherrschen die Szenerie.
Mehr durch Zufall „stolpert“ Pusser in den Kampf gegen das Verbrechen, wird sogar zum Sheriff gewählt und muss doch einen sehr hohen Preis bezahlen.

Phil Karlsons Kinoerfolg „Walking Tall“ (produziert von Bing Crosby!) ist ein relativ simpel gestrickter Mann-sieht-rot-Film im Geiste von Dirty Harry und Charles Bronson. Was ihn von diesen Filmen unterscheidet, ist der ländliche Schauplatz des Films und der wahre Hintergrund des Geschehens.
Dabei ist der Film spannend und glaubwürdig gespielt, v.a. Joe Don Baker in der Titelrolle. Die Inszenierung ist manchmal etwas holperig und Kameraausschnitte zeigen noch das Mikro, dies kann den guten Gesamteindruck nicht schmälern. Der Film hat bei all der durchaus vorhandenen Schwarzweißmalerei der Charaktere (v.a. von den Bösenwichten) an einigen Stellen einen geradezu brutalen Realismus, der ihn auch den Vorwurf unnötiger Härte einbrachte. Aus heutiger Sicht sicher „Peanuts“, aber damals sicher ein kontroverses Thema.
Insgesamt sicher kein Meisterwerk, aber gute Unterhaltung, solide gespielt und ohne Trash-Appeal. Lohnend!

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