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Sehr schöner Episoden-Grusler der britischen Produktionsfirma Amicus aus dem Jahre 1970 mit Stars des Genres wie Peter Cushing und Christopher Lee. Eingebettet in eine Rahmenhandlung spielen alle vier Episoden im selben, unheimlichen Haus, wobei allerdings nur die letzte tatsächlich von Vampiren handelt.

In der ersten Episode bezieht ein Schriftsteller das Haus und begegnet dem bösen Charakter seines aktuellen Romans, dem er hilflos bei Morden zusehen muss. Existiert diese Gestalt wirklich oder hat der Schriftsteller eine gespaltene Persönlichkeit entwickelt? Das überrasche Ende verschafft Aufklärung … In Episode 2 bezieht Peter Cushing das Haus, weil er die Einsamkeit sucht. In einem Laden in der Nähe stößt er auf einen Wachsfigurenkopf, der ihn an eine verflossene Liebe erinnert und die auch noch nach ihrem Tode eine wahre „Femme fatale“ ist … Episode 3 dreht sich um Christopher Lee als alleinerziehendem Vater, der eine seltsame, fast angsterfüllte Beziehung zu seiner Tochter pflegt und ihr das Spielen mit Puppen verbietet. Doch ist er wirklich der Rabenvater, der er zu sein scheint? In Episode 4 ersteht ein Schauspieler einen Vampirumhang, den er als Requisite für einen Filmdreh benötigt. Seine Rolle spielt er dadurch realistischer als ursprünglich geplant …

Als am stärksten empfinde ich die erste Episode mit Tom Adams als unheimliche, scheinbar dem Roman des Schriftstellers entsprungene Gestalt. Aber auch alle anderen Episoden gefallen durch ihre comichafte Inszenierung, die schauspielerischen Leistungen und die wohlige Gruselatmosphäre. Episode 4 nimmt eine besondere Rolle ein, da sie selbstironisch das Horrorfilmgenre persifliert und sogar einen Seitenhieb auf Christopher Lees Dracula-Darstellung austeilt. Klasse!

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