Dr. Fu Man Chu geht bei seinem Vorhaben, die Weltherrschaft an sich zu reißen erst mal auf die Jagd nach seinem Erzrivalen, Inspector Nayland Smith von Scotland Yard. Er lässt den Beamten gegen einen Doppelgänger austauschen, welcher einen Mord begeht und als Nayland Smith zum Tode verurteilt wird. Doch die Pläne gehen noch viel weiter. Fu Man Chu plant sämtliche Polizeichefs der Welt auf gleiche Weise öffentlich zu diffamieren, die realen Personen in seinem Palast in Kuangsu hinrichten zu lassen und so die Polizeiapparate der ganzen Welt zu lähmen.
Hier zeigt sich der gute Doktor mal wieder als genialer Umstandskrämer, statt seine Feinde mal eben per Sniper umlegen zu lassen, muß er seine Brillanz beweisen und diese kompliziert per Doppelgängeraustausch durch ihm hörige Vasallen praktisch gleichzeitig abmurksen zu können. Zu diesem Zweck entführt er den führenden Chirurgen und erpreßt durch gleichzeitiges Kidnapping seiner Tochter seine Mitarbeit (ein Konzept das irgendwie im letzten Teil schon abgehandelt wurde). Als Operationsbasis dient diesmal wieder die chinesische Heimat, von der aus er wie üblich die Weltherrschaft plant, diesmal durch einen weltweiten Zusammenschluß aller Gangsterorganisationen, dessen Anführer natürlich Fu Man Chu heißen soll.
Doch die Welt darf aufatmen, denn gleichzeitig gründet Chus Erzfeind von Scotland Yard Neyland Smith zusammen mit seinem Kollegen von der Suretee Interpol und so jagen diese zusammen mit dem FBI und der deutschen Kripo. Auch wenn es gelingt Smith zu kidnappen und seinen Doppelgänger in London zum Tode verurteilen zu lassen. Am Ende gelingt es natürlich des Bösmanns Pläne zu vereiteln, alle Welt glaubt erneut Fu Man Chu wäre tot, doch sein lachen während des Abspanns beweist zumindest dem Zuschauer erneut das Gegenteil.
Auch wenn die Story im dritten Teil der Reihe wesentlichen eigentlich die gleiche ist wie immer, gibt es im Vergleich zu den Vorgängern doch einige Änderungen. Don Sharp verließ den Regiestuhl und machte Jeremy Summers Platz (lustig fand ich übrigens das der Kameramann John von Kotze heißt, die Bildqualität ist aber unverändert), Heinz Drache hatte wohl keine Lust mehr und wurde aus deutscher Sicht durch Horst Frank und Wolfgang Kieling ersetzt. Zum Glück gibt es noch die Konstante mit Christopher Lee und seiner Filmtochter Tsai Chin, die ihre Rollen gewohnt eiskalt böse erledigen.
Große Probleme hatte ich allerdings mit der Rolle der Ingrid Swenson, der Schwedin die aus Kopenhagen stammt lol, ihre Rolle ist sowas von überflüssig, wie überhaupt der ganze Subplot in der Bar. Stattdessen werden von ihr unnötige Chansons geträllert um die Laufzeit zu strecken und auch die Rolle an sich ist innerhalb des Films höchst widersprüchlich. Auf Darstellerseite können jedenfalls nur die Bösen punkten, inkl Horst Frank.
Ich weiß nicht 100prozentig warum, aber bisher gefiel mir die Rache des Dr.FMC am wenigsten. Es fehlte mir der trashige Charme der die sonstige Reihe sonst ausmacht und auch die neu eingeführten Gesangsnummern, wollen nicht so recht zum sonst eher düsteren Krimistück passen. Egal, ab Teil vier greift ja Jess Franco ein, da wirds bestimmt schon wieder chaotisch lustig genug.
4,5/10