Nein, ich habe nichts gegen Amateurfilme. Wenn ein paar Jungs meinen, den örtlichen Kostümverleih plündern zu müssen, mit einer Hi-8 in den nächsten Wald zu ziehen, dort ein paar schlecht aufgelegte Typen davor rumrennen und mit Schwertern herumfuchteln zu lassen, sollen sie das ruhig tun. Dann sollen aber auch bitte unter Ihresgleichen bleiben, den so produzierten Flachsinn auf irgendwelchen Gurkenfestivals untereinander vorführen und sich von mir aus gegenseitig obskure Preise verleihen, aber sie sollen mich bitte damit in Ruhe lassen. Wenn solche Dinger dann aber tatsächlich die örtlichen Videotheken entern, mit den besagten Festival-Gurkenpreisen auf dem ansatzweise professionellen Cover prahlen und dort für das gleiche Geld an den gutgläubigen Entleiher gebracht werden wie sagen wir (nur als Beispiel) Krieg der Welten, beginne ich echt sauer zu werden. Apropos sauer: Die Leute, die diesen unfassbaren Mist hier mit 7 oder mehr Punkten bewertet haben, mögen sich doch bitte mal bei mir melden, ich würden denen gerne einen Teil der Verleihgebühr in Rechnung stellen.
Handlung ? Nicht dass es von irgendeiner Bedeutung wäre, aber soweit ich das verstanden habe (Bild, Ton und "Synchro", wenn man das so nennen darf, sind unter-unterirdisch) geht es um einen Langeweiler von Ritter, dem ein irgendwie bedeutsamer Ring (!) geklaut wurde und der diesem mit einem genauso öden Sidekick hinterher tapert.
Angesichts des Gebotenen stellt sich mir eigentlich nur die Frage, ob nur die Film-Bilder unterbelichtet sind oder auch die Macher des Streifens. Nichts, aber auch gar nichts genügt hier professionellen Ansprüchen; technisch wie inhaltlich ist das mit das dürftigste, was ich jemals gesehen habe. Das ganze als Fantasyfilm zu bezeichnen, sollte zu einer kollektiven Beleidigungsklage aller ernsthaften Fantasy-Filmer führen.
Meine Meinung: Sein mühsam verdientes Geld sollte man lieber an Herrn Kirch spenden, in Telekom-Aktien investieren oder sonst etwas sinnvolles damit machen, aber nicht diese filmische Katastrophe und den Verleih zu unterstüzten, der uns das zumutet.