Review

3 pubertierende Freunde wollen ihrer Sexualität auf den Grund kommen und raffen ihre gemeinsamen Ersparnisse zusammen, damit sie zu einer Prostituierten gehen können. Einer der Jungen findet die Prostituierte V., gespielt von Melanie Griffith, so sympathisch, dass er versucht diese mit seinem verwitweten Vater Ed Harris zu verkuppeln. Doch als die beiden sich endlich näher kommen, wird ein Zuhälter auf den Plan gerufen, der nicht auf seine Einkünfte verzichten will.

Die Story versucht eine Teenie-Komödie mit einem Thriller zu vereinen, scheiterte jedoch daran. Die Elemente des Thrillers, die hauptsächlich durch den Konflikt zwischen Griffith und ihrem Zuhälter entstehen, sind vorhersehbar und langweilig. Die Elemente einer herzlichen Liebes-Komödie sind jedoch besser und enthalten die wichtigsten Aspekte einer gelungenen Komödie. Die Charaktere sind sehr flach aber liebenswert konstruiert und erfüllen somit im Film ihren Zweck. Die Wendungen sind leider aufgrund des stereotypen Handlungsverlaufs sehr vorhersehbar, was die größte Schwäche des Films ist. Alles in allem ist die Story flach und vorhersehbar, ist aber verglichen mit anderen Komödien immer noch im Rahmen des Erträglichen.

Der Film läuft sehr schnell an und kann vor allem am Anfang bestens unterhalten. Die Szenen, in der die 3 Halbstarken nach einer Prostituierten suchen sind sehr lustig und starten den Film erst einmal hervorragend. Der Mittelteil ist anfangs noch unterhaltsam, kippt aber zum Ende hin immer weiter ab, da der Film zunehmend vorhersehbarer wird und kaum noch gute Gags liefern kann. Darüber hinaus wird der Film zum Ende hin zunehmend kitschiger und entwickelt sich eher zum Liebesfilm. Das Finale, dass durch das Auftauchen des Zuhälters vermutlich ursprünglich Spannung aufbauen sollte, ist vorhersehbar und lächerlich. Der Film beginnt also viel versprechend und kippt dann zum Ende hin mehr und mehr ab.

Die Umsetzung ist einigermaßen gut gelungen. Die Filmmusik ist wie bei den meisten Komödien ziemlich heiter und im Großen und Ganzen einigermaßen gelungen. Das Erzähltempo ist das größte Problem, da es zum Ende hin zunehmend langsamer wird und damit am sinkenden Unterhaltungswert stark beteiligt ist. Die Garderobe, die Regisseur Richard Benjamin für seine Hauptdarstellerin auswählt ist meist sehr freizügig. Die Kulisse ist alles in allem passend gewählt. Regisseur Benjamin, der bereits einige Komödien wie "Shrink is in" oder "Mrs. Winterbourne" in Szene setzte, zeigt hier mit seiner routinierten Umsetzung all seine Erfahrung auf diesem Gebiet.

Melanie Grifftith spielt die Hauptrolle der Prostituierten ordentlich und geizt nicht mit ihren Reizen. Vor allem die lustigen Szenen meistert sie hervorragend und zeigt, dass sie Spaß am Spiel hat. Die dramatischen und emotionalen Szenen kann sie leider nicht sonderlich überzeugend darstellen. Was genau Ed Harris, den man eher aus der Rolle des harten Mannes kennt als liebesbedürftiger Witwer in diesem Film zu suchen hat ist mir ein Rätsel, zumal er vorher in Blockbustern wie "The Rock" oder "Abyss" zu sehen war und hier in einem belanglosen B-Movie spielt. Aber davon abgesehen, dass die Rolle überhaupt nicht zu ihm passt, löst er sie gut. Der 13-jährige Michael Patrick Carter leistet ebenfalls gute Arbeit. Alles in allem ist der Cast gut.

Fazit:
"Taschengeld" ist alles in allem eine durchschnittliche und unterhaltsame Komödie, die wie viele Filme ihres Genres auf einer schwachen Story basiert. Dennoch kann der Film vor allem am Anfang gut unterhalten, auch wenn er zum Ende hin ein wenig abrutscht. Aufgrund des guten Casts und der soliden Umsetzung würde ich den Film im Mittelmaß ansiedeln und vor allem für Fans von Liebesfilmen und Teenie-Komödien weiterempfehlen.

Details
Ähnliche Filme