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In einem heruntergekommenen Wohnblock in New York kämpfen die Bewohner gegen den drohenden Abriss durch einen skrupellosen Immobilienhai. Unterstützung bekommen sie unerwartet von kleinen, außerirdischen Wesen, den „Fix-Its". Sie reparieren kaputte Dinge und geben den Menschen neuen Mut. Doch ihre Energie ist begrenzt, und je stärker sie sich einsetzen, desto mehr geraten sie selbst in Gefahr.


Das Wunder in der 8. Straße ist eine meist charmante, manchmal aber auch etwas kitschige Mischung aus Science-Fiction, Komödie und sozialem Drama. Der von Steven Spielberg produzierte Film war ursprünglich als Episode der Serie Unglaubliche Geschichten (Amazing Stories) vorgesehen, doch Spielberg wollte aus der warmherzigen Grundidee einen Kinofilm machen. Der Film spielte in den Kinos weltweit rund 65 Millionen US-Dollar ein und lebt unter anderem von der Chemie zwischen den beiden Altstars Hume Cronyn und Jessica Tandy, die sowohl im Film als auch im wirklichen Leben verheiratet sind. 


Die für die Zeit hervorragenden Spezialeffekte wurden von Industrial Light & Magic, der Effekt-Schmiede von George Lucas, geschaffen. Die kleinen, putzigen Außerirdischen sehen aus wie kleine UFOs und bringen Hoffnung in die quasi bereits nicht mehr existierende Gemeinschaft der noch verbliebenen Hausbewohner. Diese Bewohner des Hauses sind bewusst einfach und angenehm skurril gezeichnet, werden aber gerade dadurch greifbar und sympathisch. Ihre kleinen Konflikte und Eigenheiten verleihen dem Film eine angenehme Bodenständigkeit, ohne in triviales Dramen abzudriften. Allerdings überträgt sich die Hoffnnungslosigkeit der Bewohner gerade zu Beginn des Films schnell auf die Zuschauende, was vor allem dem guten Spiel der Darstellenden geschuldet ist. Die außerirdischen Wesen sorgen mit ihrem Auftauchen dann aber flott für die nötige Portion Humor, ohne dabei zu albern zu wirken. Dabei sind sie nicht nur Gimmick, sondern werden auch emotional in die Geschichte eingebunden und zeigen vor allem auf die demente Figur der liebenswerten Jessica Tandy eine enorme Wirkung.


Inszenatorisch bleibt alles eher unaufgeregt. Der Film funktioniert weniger über große Spannung als über Atmosphäre und Figuren. Im Mittelteil verliert der Film allerdings etwas an Tempo, weil sich die Handlung mehr auf die Rückkehr zu einem beinahe normalen Leben konzentriert, anstatt die Konflikte konsequent voranzutreiben. Erst im letzten Drittel zieht die Geschichte wieder an und findet zu einem runden, wenn auch vorhersehbaren Abschluss.


Sympathischer, leichtfüßiger Sci-Fi-Film mit Herz, der vor allem durch seine warmherzige Botschaft und das tolle Spiel von Jessica Tandy und Hume Cronyn überzeugt. Kleine Längen und eine etwas einfache Dramaturgie verhindern Größeres, aber als unterhaltsam nostalgischer Wohlfühlfilm, mit dem man anderthalb Stunden abschalten kann, funktioniert er sehr gut.



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