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Path of the Dragon ist zur Abwechslung mal ein australischer Beitrag zu den vielen Bruce Lee Dokumentationen. Vielleicht liegt es daran, das die vielen Interviewpartner sich bemühen klar artikuliertes Englisch sprechen und nicht diesen genuschelten Slang, der mitunter schwer verständlich ist. Die Doku gibts im Internet auf vielen Kanälen zu sehen und ist da auch für diejenigen interessant, die der Sprache nicht flüssig mächtig sind.
In den etwas über vierzig Minuten geht es aber nicht nur um Lee allein, sondern es werden auch andere Themen, wie der Ursprung des Kung Fu, die Shaolin Mönche oder auch der Einfluß der asiatischen Martial Arts Künste auf die amerikanische Filmindustrie angerissen, wobei natürlich der Fokus auf dem kurzen Leben von Bruce Lee liegt. Die Recherchen sind dabei, nicht wie bei dem enttäuschenden the legend of Bruce Lee, historisch korrekt, Sein Bruch mit der Tradition, in dem er nicht Chinesen die Kampfkunst lehrte, als auch seine ersten Schritte in Asien bei Golden Harvest, die wichtigen Schritte der Entwicklung sind dabei.
Natürlich kann man in der Kürze der Zeit nicht allumfassend alle Stationen beleuchten. Seine Tochter Shannon Lee gibt den Erzähler und geht auf die wichtigsten Ereignisse ein, aber viele interessante Facetten werden dennoch ganz weggelassen oder nur recht kurz angerissen. Dafür bekommt man aber eine ganze Palette an Filmschnipseln und Interviewpartnern von alten Weggefährten mitgeliefert. Leute wie James Coburn, Jackie Chan und verschiedene Vertreter damaliger Filmcrews erzählen wissenwertes über die damalige Zusammenarbeit, besonders John Saxon fand ich interessant, der bis kurz vor dem Tod noch Kontakt mit Lee hatte. Path of the Dagon ist mehr oder weniger nur ein Quickie, dafür überall leicht zugänglich, ohne jetzt zu sehr in die Tiefe zu gehen. Für einen kurzen Überblick aber ganz ordentlich.
6/10

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