"Kids - In den Straßen New Yorks" ist ein Titel, der schnell den Vergleich zu dem absolut überbewerteten Scheißfilm "Kids" von Larry Clark nach sich zieht. Da hat man wahrlich kein Fingerspitzengefühl bewiesen. Da nun einige höchstwahrscheinlich ein ebenso pubertierendes Jugenddrama wie das 1995er Vehikel erwarten, ging Dino Montiel's Regiedebüt völlig zu unrecht unter in den Videotheken Deutschlands.
Die Geschichte wird ähnlich getragen wie die von Barry Levinsons "Sleepers". Zwar nicht inhaltlich, aber erzählerisch. Es geht um Dito (Robert Downey Jr., Iron Man, Kiss Kiss Bang Bang) der als Junge viel in seinem New Yorker Viertel erlebt hat und jenes in einem Buch niedergeschrieben hat. Hauptsächlich in Rückblenden erzählt macht sich Dito auf den Weg in sein altes Viertel um seine Familie und seine Freunde nach Jahren zu besuchen und das erlebte zu verarbeiten.
Die Darstellerriege kann sich mehr als sehen lassen. Da haben wir neben Downey Jr keine geringeren als Chazz Palminteri (Running Scared, Diabolisch, Die üblichen Verdächtigen), Diane Wiest (The Lost Boys, Edward mit den Scherenhänden), Shia LaBeouf (Disturbia, Transformers), Rosario Dawson ( Welcome to the Jungle, Death Proof), Eric Roberts (The Specialist, Graves End) sowie etlichen talentierten Jungsschauspielern. Für eine D-t-DVD Produktion durchaus beachtlich.
Sehr gelungen ist neben dem angenehm klischeefreien Skript die nahezu perfekte Kameraarbeit. Schöne Aufnahmen bei denen man das Gefühl hat mitten im Geschehen zu sein.
FAZIT:
Durchaus gelungenes Ghetto-Drama das nicht jedes Klischee aufnimmt und für kurzweilige Unterhaltung sorgt. Klasse Darsteller und gute Regie- und Kameraarbeit runden das ganze ab. Man muss aber Filme dieser Thematik mögen.
8/10