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Alles beginnt mit zwei Schwestern, die sich ein Ticket für die Geisterbahn kaufen, obwohl der Vergnügungspark eigentlich geschlossen ist. Doch die Fahrt wird zum Horrortrip, denn sie werden „Dark Ride" nicht lebend verlassen. Einige Jahre später fahren Cathy und vier ihrer Freunde in die Ferien. Um Geld für eine Übernachtung zu sparen, kommen sie auf die Idee in der stillgelegten Geisterbahn zu übernachten. Doch da schleicht wieder der Irre herum, der sich kurz zuvor aus der Nervenklinik in Form zweier Morde praktisch selbst entlassen hat und natürlich an seine alte Wirkungsstelle zurückkehrt.

Mehr kann man beim besten Willen nicht als Inhalt schreiben, denn mehr gibt „Dark Ride" einfach an Story nicht her. Innovativ ist das nicht gerade, aber immerhin ist die Location mit der Geisterbahn recht originell.

Überhaupt gestaltet sich der Auftakt des Films viel versprechend, da die Fahrt und das Ableben der Mädels spannend in Szene gesetzt wurde. Dazu gesellt sich ein mit schön-schauriger Musik unterlegter Vorspann. Doch als dann der Cut kommt und wir uns in einer Highschool befinden und zwei Damen gerade über ihre letzten sexuellen Erfahrungen sprechen, weiß man schon, was die Stunde geschlagen hat, denn jetzt beginnen wieder die genretypischen Schwachsinnsdialoge, die selbstverständlich auch während der Autofahrt nicht abnehmen.

Die späteren Szenen in der Geisterbahn bescheren dem Film dann wiederum einige Pluspunkte, denn bei der Dekoration und Ausstattung hat man sich wirklich äußerste Mühe gegeben und viele lustige Fallen und von der Decke hängende Gestalten kreiert. Spannung ist im letzten Abschnitt auch durchaus vorhanden, doch das dämliche Dauergeschwafel vorher hat den Zuschauer schon so angenervt, dass es schwer fällt das positive noch zu würdigen.

Auch einige Splatterszenen, insbesondere die Stelle an der es den Security Mann erwischt, sind sehr professionell in Szene gesetzt und wirken alles andere als billig. Auf die Darsteller muss man in so einem Film eigentlich kaum eingehen, die sind wie immer recht untalentiert und dienen ja eigentlich auch nur als nötiges Beiwerk, um abgeschlachtet zu werden.

Wenn sich Regisseur Sinner mal Gedanken um den Mittelteil gemacht hätte, wäre hier ein durchaus interessanter Slasher herausgekommen, der allerdings dermaßen viele Logiklöcher hat, dass man irgendwann schon aus Spaß anfängt mitzuzählen. Um nur einen Punkt zu nennen: Die ganze Gruppe rennt verteilt minutenlang durch die komplette Geisterbahn und passiert dabei so viele Stellen, dass die Location mindestens die doppelte Größe von Euro Disney haben müsste.

Anschauen kann man sich den Streifen schon, muss dabei aber einen äußerst zähen Mittelteil in Kauf nehmen. Dann bekommt man aber wenigstens noch recht brutale und originelle Goreszenen geboten. Trotzdem wäre hier deutlich mehr drin gewesen.

Knappe 5 Punkte

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